Logbuchführung

Aus BCC Contest- & Technik-Lexikon
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Marktanalyse

Die Ära CT, einer MS-DOS-basierten Software die von Ken Wolff, K1EA, etwa Ende der 1980er Jahre erstellt wurde, ist vorbei. Ebenso die Zeit von WF1B’s RTTY Software, die etwa aus demselben Zeitraum stammt. Aktuelle Contest-Software läuft heute unter Windows mit graphischer Benutzeroberfläche.

Win-Test und N1MM sind heute die im BCC verbreitetsten Vertreter dieser Gattung. WRITELOG, RCKLog, UCXLog und viele weitere werden ebenfalls gerne genutzt, haben aber nicht den hohen Verbreitungsgrad. RCKRtty, obwohl seit drei Jahren nicht mehr gewartet, wird nach wie vor noch gerne verwendet.

Verschiedene Conteste - eine Oberfläche

Es ist zunächst gleichgültig, welche Software wir einsetzen, aber ein durchgängiger Standard hat viele Vorteile:

  • Die Beherrschung der Software quasi im Schlaf ist ein Erfolgsfaktor. Alle Conteste werden mit derselben Software geloggt, dadurch bleiben wir in Übung. Egal ob BCC Frequent Contester, DARC-Clubmeisterschaft, RTTY, UKW oder Expeditionsbetrieb, die Software unterstützt sie alle und wir kennen uns gut damit aus, wenn wir sie regelmäßig nutzen.5-2 5 Realtime-Logging im Contest
  • Wir müssen uns nicht an neue Bedienkonzepte gewöhnen.
  • Datenformate, Verfahren und Konvertierungstools sind immer die selben.
  • Wir sind »kompatibel«, weil wir bei anderen Multi-OP-Stationen eine identische Umgebung vorfinden.

Loggen in Echtzeit

Die Eingabe in Echtzeit erfordert eine ergonomische Benutzeroberfläche. Kein Tastendruck zuviel, keine überflüssige Tipparbeit, keine Mausklicks (Ausnahme: RTTY). Die Oberfläche soll in gewissen Grenzen konfigurierbar sein, verschiedene Situationen erfordern zusätzliche Fenster und Informationen.

Gängiger Standard sind verschiedene, möglichst aktuelle Datenbanken zur Länderzuordnung und Rufzeichenerkennung. Neben CTY.DAT, einer von AD1C seit 1988 gepflegten Präfixdatei und MASTER.DTA, einer Sammlung gängiger Rufzeichen aus vergangenen Contesten gibt es auch Contest-spezifische Datenbanken, die die auszutauschenden Informationen bereits »erraten«. Wir benötigen nur noch die Bestätigung, dass es auch tatsächlich so ist.

Gewisse Gefahren bergen Locator-Datenbanken die bei UKW-Contesten den QTH-Kenner vorwegnehmen und manche Gegenstationen auf die Idee bringen, während des Sendedurchgangs die Antenne wegzudrehen. Finger weg vom Rotor während des Sendedurchgangs!

Die Integration von DX-Cluster-Funktionen ist notwendig und sinnvoll, da andernfalls die Flut der DX-Meldungen nicht mehr zu verarbeiten ist. Typischerweise erscheinen heute in großen Kurzwellenwettbewerben die DX-Spots aus dem weltweiten Cluster-Netz im Sekundentakt, bei Nutzung des Reverse Beacon Network sind es sogar mehrere pro Sekunde. Ausgefeilte Filterfunktionen erlauben es, den eingehenden Datenstrom automatisch zu verarbeiten und die Informationen übersichtlich darzustellen.

Die Erzeugung exakter Morsetelegrafie ist ebenfalls längst Sache der Software. Damit verbunden sind einige intelligente Software-Funktionen wie eine Trennung von RUN- und S&P-Mode, die während der Aussendung noch erfolgende Vervollständigung des Rufzeichens, die erneute Aussendung des zwischenzeitlich korrigierten Rufzeichens im zweiten Durchgang, sowie der Repeat-Mode in QSO-schwachen Zeiten.

Mittlerweile gängige Praxis ist die Nutzung von Sprachaufzeichnung für CQRufe, aber auch für Anrufe und für die Durchgabe des Rapports (falls er nicht aus einer Seriennummer besteht). Dadurch lassen sich die typischen Ermüdungserscheinungen bei SSB-Contesten vermeiden und die Stimme bleibt stets frisch. Manche SSB-Conteste kann man sogar mitmachen ohne ein einziges Wort zu sagen.

Die Audio-Aufzeichnung des gesamten Contests als MP3-File erlaubt es einerseits unklare Situationen zu einem späteren Zeitpunkt nochmals abzuhören, andererseits auch Höreindrücke vom Contest im Internet zur Verfügung zu stellen. Ersteres ist nicht immer vom Erfolg gekrönt – oft zeigt sich, dass auch im Nachgang fehlende Informationen nicht herausgehört werden können (typischerweise bei QTCs). Optimal ist, wenn die Stelle im MP3-File direkt aus der LoggingSoftware heraus gezielt angefahren werden kann. Randy Thompson, K5ZD, hat bereits über viele Jahre auf seiner Webseite [63] Aufnahmen zugänglich gemacht, anhand derer man eine Einschätzung über sein eigenes Signal erhalten kann.

Zur Operator-Motivation dienen Statistikfunktionen, bei denen eine Vorgabe hinterlegt werden kann, zum Beispiel das Vorjahresergebnis. Sollten sich die Ausbreitungsbedingungen gegenüber dem Vorjahr stark unterscheiden so ist es hilfreich auch noch andere Vorgaben laden zu können um nicht frustriert zu werden. Andererseits sollte man sich die Ziellinie auch nicht zu knapp setzen sonst ergeht es einem wie Achilles, der die Schildkröte nicht überholen konnte.

Externe Hardware ansteuern

COM- und LPT-Schnittstellen sind tot: Nur noch wenige zeitgemäße Computer sind heute mit physikalischen seriellen und parallelen Schnittstellen ausgestattet. USB-Ports sind weit verbreitet und werden benutzt um externe Geräte anzuschließen. Nur USB-auf-seriell-Adapter sind dabei nutzbar; bei USB-auf-parallelAdaptern werden wichtige Pins nicht mit angesteuert, so dass diese nicht sinnvoll eingesetzt werden können.

In erster Linie ist es notwendig und sinnvoll, Transceiver und Computer über die CAT-Schnittstelle miteinander zu verbinden. Alleine die Bandmap-Funktion – die im übrigen auch ohne DX-Cluster nutzbar ist – hilft, besser den Überblick über gearbeitete und noch zu arbeitende Stationen zu bewahren als jeder Notizzettel. Farbige Darstellungen des Rufzeichen erlauben es, Multiplikatoren von normalen QSO-Partnern zu unterscheiden. Beim Drehen übers Band können wir bereits identifizierte von neuen Signalen unterscheiden. Und schließlich ist die genaue Dokumentation der Arbeitsfrequenz für die Contestauswerter sehr hilfreich.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Kommunikationsmethoden zwischen Transceiver und Software: Im Polling-Mode sendet die Software ständig Anfragen an den Transceiver, der die aktuelle Frequenz zurückgibt. Beim Interrupt-Mode wartet die Software auf ein entsprechendes Signal vom Transceiver, sobald sich dort etwas geändert hat. Grundsätzlich ist der Interrupt Mode dem Polling-Mode vorzuziehen, doch leider unterstützt lediglich ICOM mit seinem CI-V-Transceive Mode diese Methode; alle anderen bekannten Transceiver bieten nur den PollingMode an ihrer seriellen Schnittstelle an.

Neben dem Transceiver gibt es weitere Geräte die vom Computer aus gesteuert werden: SO2R-Controller, automatische Bandumschaltung, Endstufen, Rotoren. Treiber hinter dieser Integration ist natürlich die Automatisierung, um Bandwechsel schneller durchführen zu können. Idealerweise sind keine manuellen Tätigkeiten mehr nötig – sondern wir können das Band auf Tastendruck wechseln.

Die slowakische Firma microHAM hat in den letzten Jahren mit ihren Multifunktionscontrollern wichtige Funktionen zusammengefasst: Der microKeyer II bietet beispielsweise USB-Hub, CAT-Interface, Winkey Morsetaste, PTT-Erzeugung, Sprachspeicher, USB-Soundkarte, FSK-Interface für RTTY und Band Data Output zur automatischen Bandumschaltung. Über ein einziges USB-Kabel und entsprechende Treibersoftware werden alle diese Geräte für den Contest Logger verfügbar. Diese Integration spart jede Menge Platz und insbesondere RFI-anfällige Verdrahtung, wenn es einem gelingt die komplexe Software zu beherrschen.

Im Umfeld Single-Operator Two-Radio (SO2R) wird die Automatisierung noch komplexer. Nicht nur, dass jetzt statt eines Transceivers zwei anzusteuern sind – auch die Umschaltung des Audio-Signals, der PTT sowie der Morsetaste soll zudem automatisch geschehen. Alles von einem einzigen Computer aus zu steuern ist eine Herausforderung, der sich jedoch immer mehr Contester stellen.

Die letzten, bisher noch von Hand bedienten Geräte, nämlich die Rotorsteuergeräte, werden heute mit in die Software integriert. Nett und praktisch, wenn man nach Eingabe eines Landeskenners oder QTH-Kenners einfach die Antenne hinfahren lassen kann – aber nicht wirklich zwingend notwendig; sinnvoll jedoch bei einem komplexen Antennenpark, wo man im Contest-Stress schon mal am falschen Steuergerät dreht oder manche Antennen zur Anzeige 90 ◦ versetzt montiert sind. Dies in einer übersichtlichen Anzeige zusammenzufassen ist sinnvoll und hilft, den Operator zu entlasten.

Multi-OP-Unterstützung

Die Vernetzung einzelner Computer in einer Multi-OP-Umgebung war immer schon notwendige Voraussetzung für einen effektiven Multi-OP-Betrieb. Wie sonst sollte man die Übersicht über gearbeitete Stationen und Multiplikatoren in Echtzeit behalten? So gab es bereits zu Zeiten von K1EA’s CT – noch vor der Verbreitung von Netzwerkkarten – eine Vernetzung über serielle Ports im sog. »Daisy-Chain«-Verfahren. Zum Glück sind die Zeiten ungesicherter Datenübertragung heute vorbei und wir können uns auf Ethernet und das IP-Protokoll verlassen.

Wichtigste Funktion der Vernetzung ist die Echtzeit-Übermittlung der getätigten QSOs an alle angeschlossenen Stationen. Daneben ist die Aufrechterhaltung einer gemeinsamen Uhrzeit eminent wichtig, deshalb wird meist ein Computer im Netz zum sog. »Time Master« erklärt. Neben diesen Basisfunktionen sind die Übertragung von DX Spots – ein Computer ist mit dem DX-Cluster verbunden und verteilt die Informationen an alle weiter – sowie die Gab- und Chat-Funktionen zu nennen. Über eine Statusanzeige sieht man, auf welcher Frequenz die anderen Stationen gerade arbeiten.

Zudem müssen natürlich auch Korrekturen übertragen werden und optimal ist es, wenn jederzeit eine Log Synchronisation durchgeführt werden kann. Das heißt, geht ein Computer vom Netz und kommt (z. B. nach einem Neustart) wieder, dann erhält er alle zwischenzeitlich getätigten QSOs übertragen. Optimalerweise benötigt man dazu keinen Master-Server sondern die Synchonisierung erfolgt bilateral nach einem flexiblen Modell.

Ein fortgeschrittenes Feature ist die softwareseitige Unterstützung eines 2. Operators, der dem 1. Operator zur Seite steht, sei es im Ausbildungsbetrieb oder bei extremem Pile-Up. Der 2. Operator benutzt einen eigenen Computer und seine Eingabe wird in Echtzeit am Bildschirm des 1. Operators sichtbar.

SO2R-Unterstützung

SO2R ist die Betriebsart, die heute zum Erfolgsfaktor der Single-OPs geworden ist. Die komplexe Umgebung mit zwei Transceivern wird erst durch intelligente Software handhabbar, die dafür sorgt, dass der Operator während des Sendebetriebes des einen Radios am zweiten nach interessanten Stationen suchen kann. Idealerweise erfolgt die Umschaltung des Audiosignals softwaregesteuert.

  • Bei Empfangsbetrieb von Radio 1 und 2 ist am linken Ohr die Audio von Radio 1, am rechten die von Radio 2 zu hören.
  • Bei Sendebetrieb von Radio 1 ist auf beiden Ohren die Audio von Radio 2 zu hören.
  • Bei Sendebetrieb von Radio 2 ist auf beiden Ohren die Audio von Radio 1 zu hören.

Dies klingt kompliziert, ist aber dem Operator nach einiger Zeit in Fleisch und Blut übergegangen. Eine gute Einführung in den SO2R-Betrieb gibt CT1BOH auf seiner Webseite [52].

In der im folgenden kurz angerissenen Betriebsart RTTY gehen die Entwicklungen bereits in die nächste Phase: SO3R ist angesagt – insbesondere im Zusammenhang mit dem Einsatz von SDR und Skimmer.

RTTY

Nachdem die Betriebsart RTTY immer mehr Bedeutung erlangt – seit Jahren steigen hier die Teilnehmerzahlen – ist es schön, wenn auch diese Betriebsart unterstützt wird. Auch hier hat sich ein de-facto Standard etabliert: die Software MMTTY, von JE3HHT die sowohl für sich alleine lauffähig ist, als auch in gängige Contest-Software als sog. »RTTY-Engine« integriert werden kann. Hierbei wird aus dem gewohnten Logging-Programm MMTTY quasi als Unterprogramm mit reduzierter Bedienoberfläche gestartet und die beiden Programme kommunizieren über eine Software-Schnittstelle miteinander.

MMTTY erfordert Zugriff auf eine Soundkarte für RTTY-Empfang und kann sendeseitig sowohl FSK als auch AFSK erzeugen (wobei ersteres vorzuziehen ist). Durch die Integration in unser Contestprogramm kann nun Logging und die allgemeine Bedienung wie gewohnt erfolgen. Angenehm ist, dass man keine Rufzeichen mehr eintippen muß sondern sie einfach im Empfangsbildschirm mit der Maus anklicken kann. Das RTTY-Empfangsfenster zeigt auf einen Blick die von der Software erkannten Rufzeichen verschiedenfarbig an, so dass man auf einen Blick sieht, ob es sich um einen neuen Multiplier, eine neue Station oder ein Dupe handelt.

Somit wird RTTY-Betrieb ähnlich komfortabel wie CW-Betrieb, nur dass man sich die Tipparbeit und die Signaldekodierung im Kopf spart.

Import/Export

Ist der Contest einmal zuende, möchte man möglichst bald sein Log einsenden sowie meist die QSO-Daten in nachgelagerte Logbuchprogramme überführen. Für ersteres wurde – zumindest für Kurzwellenconteste – das Cabrillo-Format seit über 10 Jahren zum Standard erhoben, für letzteres gibt es das ADIF-Format (Amateur Data Interchange Format). Für UKW-Wettbewerbe wurde von der IARU ein eigenes Format, das REG1TEST Format definiert. Dieses ist das präferierte Datenformat für die UKW-Wettbewerbe.

Gelegentlich besteht doch die Notwendigkeit mehrere Logs zusammenzuführen, z. B. weil die Computer auf einer Expedition keinerlei Kontakt hatten. Hier ist eine Merge-Funktion sehr praktisch, die es erlaubt aus mehreren Dateien ein großes, vollständiges Log zu machen.

Neben der Einsendung der Logs wird üblicherweise auch das Ergebnis bekanntgegeben, sei es auf der BCC-Mailingliste oder auch auf dem amerikanischen 3830-Reflektor. Hierzu sollte die Ergebnisübersicht (das sog. Summary) wohlformatiert mit Copy & Paste übernommen werden.

Tipps & Tricks zu Win-Test

Im folgenden einige Tipps und Hinweise im Zusammenhang mit Win-Test, die vielleicht nicht allgemein bekannt sind.

Contest Setup

Um sich die stets neue Eingabe von Rufzeichen, Adresse, Club usw. zu sparen, gibt es die Möglichkeit, für bis zu fünf verschiedene Rufzeichen Profile zu hinterlegen.

Tips zur Vernetzung

Die LAN-Vernetzung unter Win-Test ist normalerweise ein Kinderspiel, wenn man folgende Hinweise beachtet (siehe auch Abschnitt 5.10):

  • Unterschiedliche IP-Adressen aus dem gleichen Subnetz für alle Stationen
  • Mit dem Kommandozeilentool ping testen ob alle Maschinen erreichbar
  • Firewall für den Port 9871 UDP öffnen oder vorübergehend ganz abschalten
  • Gleiche Broadcast-Adresse auf allen Maschinen
  • Gleiche Broadcast-Adresse auch in der DX-Cluster-Anwendung wtDxTelnet

Mit der Gab-Funktion kann getestet werden, ob alle Stationen untereinander kommunizieren können. Funktionert die Kommunikation nur in eine Richtung, ist fast immer eine Windows-Firewall im Spiel.

Möchte man in einem LAN zwei Win-Test-Computer nur für bestimmte Funktionen koppeln (z. B. DX-Cluster), diese aber ansonsten autark voneinaner betreiben, so besteht die Möglichkeit, das Protokoll entsprechend zu filtern. Diese Einstellungen sind unter »Optionen | Schnittstellen konfigurieren... | Netzwerkprotokoll: Erweiterte Einstellungen...« zu finden.

Die WAN-Vernetzung unter Win-Test ist etwas komplexer und erfordert echtes Netzwerk-Know-How. Es ist möglich Win-Test über ein VPN zu koppeln. Zusätzlich gibt es spezielle Tunnel-Software (wtTunnel.exe) für die Teilnahme von über das Land verteilten HQ-Stationen im IARU HF Championship Contest.

Für die WAN-Vernetzung mehrerer Dutzend Stationen dient das BridgeheadKonzept, das jeweils eine Station pro LAN zu einem Brückenkopf macht. Die lokalen Stationen synchronisieren sich mit dem lokalen Bridgehead, die Bridgeheads synchronisieren sich zusätzilich untereinander im WAN.

Praktisch ist das Kommando INVENTORY, das alle im Netzwerk sichtbaren Computer mit Ihrer jeweiligen Softwareversion auflistet. Time Master werden hier mit »T«, Bridgehead-Stationen mit »B« gekennzeichnet.

Datum & Uhrzeit über Internet

Möchte man seinen PC stets mit aktueller Uhrzeit aus dem Internet versorgen, so kann man dies bei Windows XP unter »Eigenschaften von Datum und Uhrzeit« im Reiter »Internetzeit« konfigurieren. Trägt man hier beispielsweise als Server ptbtime1.ptb.de ein, so synchronisiert sich der PC regelmäßig mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Damit hat man stets sekundengenaue Zeit.

CT-Relikte

Einige nützliche Tastaturkürzel, die noch aus den Zeiten von CT übriggeblieben sind:

  • Bandwechsel oder Band für ein getätigtes QSO nachträglich ändern: <Alt>-<F1>, <Alt>-<F2>
  • Betriebsartenwechsel oder Betriebsart für ein getätigtes QSO nachträglich ändern: <Ctrl>-<F1>, <Ctrl>-<F2>
  • DX-Spot aussenden: <Alt>-<F3>
  • Zurück auf meine CQ-Frequenz: <Alt>-<F4>
  • Rufzeichen in die Bandmap schreiben: <Ctrl>-<Enter>
  • QTC-Fenster: <Alt>-L (Empfang) oder <Ctrl>-K (Senden)
  • CW- oder RTTY-Texte ändern: <Shift>-<F-Taste>
  • <Ctrl>-A, <Ctrl>-E: An den Anfang, ans Ende der Rufzeichens springen

Wer die Möglichkeit vermisst, während des Contests dynamisch die Länderdatei CTY.DAT durch Eingabe von beispielsweise »TO5X=FG« zu erweitern, kann aufhören zu suchen. Diese Funktion gibt es in Win-Test nicht.

CW-Generierung

  • Das Macro $CORRECT enthält das zwischenzeitlich korrigierte Rufzeichen der Gegenstation. Wurde keine Korrektur vorgenommen, so ist es leer.
  • Das Macro $REPEAT dient dazu, nach einem QSO den vorher gestarteten Repeat-Mode wieder zu aktvieren. War der Repeat-Mode vorher nicht eingeschaltet, so passiert weiter nichts.

Run- und S&P Mode

Zunächst mit »Werkzeuge | Dateneingabe | Run/S&P Umschaltung aktivieren« die Möglichkeit zum Umschalten aktivieren, dann mit <Ctrl>-<TAB> umschalten. Mode wird im einzeiligen Statusfenster »Clock« angezeigt.

Bandmap

  • Spots aus der Bandmap löschen: <Ctrl> und Doppelklick auf den Spot.
  • Damit sich Spots nicht gegenseitig überschreiben: Bandbreite auf 0 Hz stellen.
  • Im WAE-DX-Contest aktiviert man im Context-Menü der Bandmap (rechte Maustaste) die Option »Anzeigeoptionen | Potentielle QTCs« um hinter den Rufzeichen die noch fehlenden QTCs anzeigen zu lassen.

QSOs löschen: Ja und Nein

Hat man vor dem Contest ein paar Test-Daten eingegeben, sollte man diese möglichst vor Contestbeginn wieder löschen. Über »Editieren | Alle QSOs löschen: : : « kann man dies tun, muss aber vorher mit OK bestätigen. Alternativ kann das Kommando WRITELOGCLEAR genutzt werden, um eine Kopie des aktuellen Logs automatisch unter einem neuen Dateinamen (Name des Logs erweitert um einen Zeitstempel) zu speichern und anschließend alle Daten aus dem Log zu löschen.

In einer vernetzten Umgebung tut man sich allerdings schwer, weil die gelöschten Daten von Win-Test gleich wieder zurücksynchronisiert werden. Hier hilft das Kommando REMOTE weiter:

REMOTE
NOSYNC
CLEARLOGNOW
SYNC

Während des Contests sollte man diese Funktion tunlichst nicht nutzen, weil sonst auf allen Stationen das komplette Log gelöscht wird (der Super-GAU).

Insbesondere bei vernetzten Win-Test-Computern gibt es keine Möglichkeit einzelne QSOs dediziert zu löschen. Gute Praxis ist hier, das zu löschende QSO zunächst mit dem eigenen Call zu überschreiben und diese QSOs später im konsolidierten Log zu löschen.

QSOs finden

  • Bestimmte QSO-Nummer im Log anfahren: QSO-Nummer ins Rufzeichenfeld eingeben und dann <Ctrl>-G drücken.
  • Bestimmtes Call im Log suchen: Call eingeben, F10 drücken und gesuchtes QSO dort mit Doppelklick anklicken.

Wo sind meine Logs? Arbeiten mit Links.

Logs und Software liegen unter Win-Test sauber getrennt, aber leider ist es für den Benutzer zumindest unter Windows XP etwas unübersichtlich. Wer ständig auf der Suche nach verschiedenen Dateien (Datenbank-Files, Master-Dateien, Log-Dateien usw.) in dem Log-Verzeichnis ist, legt sich auf dem Desktop einen Link in das Win-Test Programmverzeichnis an und im Programmverzeichnis wiederum Links auf die einzelnen Verzeichnisse im All Users Profil und auf das Logverzeichnis im Benutzerprofil. So ist man stets mit zwei Mausklicks im richtigen Verzeichnis.

Die richtige CTY.DAT

Die beste der drei Arten von Länderdateien ist die CTY_WT_MOD.DAT. Dies kann man unter dem Menüpunkt »Optionen | Daten-Dateien | Länderdateien...« einstellen. Das Menü kann auch durch Eingabe des Kommandos CTYFILES erreicht werden.

Praktischerweise kann man dort die Datei gleich in einem Rutsch aus dem Internet aktualisieren.

RTTY mit MMTTY

Das MMTTY-Fenster kann ganz klein gemacht werden, da man es nur sehr selten benötigt und noch seltener bedienen muss. Da es mit der Option »Always on Top« gestartet ist, verhält es sich etwas komisch – man kann es nicht hinter das Win-Test Fenster schieben und der Fokus auf das Log-Fenster von Win-Test geht manchmal verloren. Hat man sich aber daran gewöhnt, mit <Alt>-<TAB> zu arbeiten, funktioniert alles reibungslos.

Ganz selten benötigt man bei MMTTY die Reverse-Funktion, wenn eine Station im falschen Seitenband anruft. Die Option UoS (Unshift on Space) sollte man ausschalten. Klickt man einmal versehentlich in das Spektrumdisplay erscheint dort ein kleines Dreieck. Es handelt sich um ein NF-Notch-Filter, was in der Praxis eher stört. Man schaltet es ab durch Drücken auf den Kopf »Not.«.

Erhält man im Contest beim QSO-Nummernaustausch einmal Buchstabenblöcke, die wie Ziffern aussehen, so kann man diese mit der Maus markieren und dann über rechte Maustaste »Invertieren« in Ziffern wandeln.

microHAM

Die verbreiteten microHAM-Controller mit dem dazugehörigen Konfigurationsprogramm »USB Device Router« erlauben die Anlage unterschiedlicher Profile. Hier kann man für unterschiedliche CW-Gewohnheiten der einzelnen OPs jeweils ein Profil anlegen, das man bei OP-Wechsel über die rechte Maustaste am Router-Symbol umschalten kann.

Elecraft K3

Der optionale Sprachspeicher K3-DVR läßt sich unter Win-Test über von N6TV zur Verfügung gestellte LUA-Skripte [69] ansteuern. Hierbei werden bestimmte Codes über die serielle Schnittstelle an den K3-Transceiver gesendet, um die Speicher jeweils anzusteuern. Diese Funktionen legt man sich praktischerweise auf die Tasten <F1>–<F4>.

Zeitreisen

Sollte es einmal passiert sein, dass QSOs mit falschem Datum und/oder falscher Uhrzeit geloggt wurden so besteht die Möglichkeit, dies nachträglich zu korrigieren. Sind es nur einzelne QSOs, so kann man Datum und Uhrzeit mit <Alt>-F editieren. Hat man jedoch über lange Strecken oder den gesamten Contest eine konstante Abweichung von x Stunden/Tagen/Minuten, so kann man über die Funktion »Werkzeuge | Zeitverschiebung: : : « einen Korrekturwert anwenden, ggf. auch eingeschränkt. In jedem Fall besser als nachträglich von Hand ein Cabrillo-File zu editieren.





Von der Contest-FAQ-Seite --> mit dem oberen Inhalt zusammenführen

==Benötige ich ein Computer-Logprogramm?==

Um ernsthaft an einem internationalen Contest teilzunehmen, ja. Viele kleinere Stationen, die an einem Contest teilnehmen, verbringen die meiste Zeit damit, CQ-rufende Stationen zu suchen und anzurufen. Diese Methode wird "search and pounce" genannt. Weil man aber die Station nur einmal (pro Band) arbeiten darf, muss man wissen, ob man die Station bereits im Log hat. Falls man kein fotografisches Gedächtnis hat, verliert man nach 50 oder 100 QSOs den Überblick. Hier hilft der Computer, der einem sofort nach Eintippen des Calls sagt, ob man eine Station noch braucht.  

Natürlich kann man auch auf Papier loggen und eine Checkliste auf Papier führen. Der Aufwand für die Erstellung eines korrekten Logs und die Berechnung der Endpunktzahl ist aber beträchtlich. Auch für den Veranstalter steigt der Aufwand. Oft wird das Papierlog abgetippt, um es zu prüfen.

Hat man auf Papier geloggt, z.B. weil am Insel-QTH kein Strom fürs Notebook verfügbar war oder weil man einfach keinen Computer hat, so ist die nachträgliche Eingabe des Logs in den Computer zu empfehlen. Kostenlose Programme wie [http://www.contestsoftware.com/d/home.htm LM4 von DL8WAA] oder [https://www.df3cb.com/fle FLE (Fast Log Entry) von DF3CB] stehen hierfür zur Verfügung. Für einige hundert QSOs ist so ein Log schnell eingetippt und ausgewertet. Hat man keinen Computer, findet man sicher Hilfe im Club - evtl. kann man auf diese Art einen Computer-Profi für das Contesten gewinnen.

Viele Contest-Veranstalter verlangen inzwischen ausdrücklich ein Computer-Log als E-Mail in einem Standard-Format.

In einigen Contestausschreibungen wird auch erwähnt, dass Papierlogs nur handschriftlich eingereicht werden dürfen.

==Welches Contestprogramm soll ich anschaffen?==

Es gibt eine ganze Reihe von Contestprogrammen; einige kostenlos (z.B.: [http://www.ucxlog.org/ UCXLog], [http://www.dxlog.net/ DXLog], [http://www.dd3ku.de/ WinContest], [http://www.N1MM.com N1MM], [http://www.ei5di.com SD]) einige für wenig Geld (z.B. [http://www.win-test.com Win-Test], [http://www.writelog.com Writelog] oder [http://www.rcklog.de RCKLog]). Die Contestprogramme unterstützen üblicherweise alle großen Conteste, und mehr oder minder viele kleine Conteste. Teilweise gibt es zusätzliche Module für weitere Conteste (z.B. bei Writelog). Für viele der kleinen Conteste (wie z.B. Hamburg-Contest, Funktertag, etc.) gibt es unter [http://www.qslonline.de/kontest.htm ARCOMM] noch eine wahre Fundgrube.

Wichtig ist die flüssige Unterstützung des Contestbetriebs. So sollte für das Loggen fast gänzlich auf Mausbedienung verzichtet werden können, denn die eine Sekunde, die man benötigt, um einen Button anzuklicken, hat eine andere Station bereits genutzt, um die Station anzurufen. Ausnahme: RTTY, hier sind die Conteste mit guter Mausunterstützung im Vorteil, da dann fast der ganze Contest nur mit der Maus bedient werden kann <ref>S56A note:  CW contest can be also operated by mouse and MRP40 decoder!  Speech recognition might not be good enough for HF SSB QRM.  ITU gives us frequencies for propagation studies and technical education.  RTTY is good for both goals.  Just two transistors and resistors required for FSK.</ref>.

Viele reguläre Log-Programme beherrschen "irgendwie" auch das Loggen von Contest-QSOs. Das Loggen eines QSOs ist aber mit mehreren Mausklicks, Menüauswahlen oder Bestätigungen verbunden. Spezielle Contestprogramme loggen ein QSO mit dem Druck der Enter-Taste, erlauben effizientes Korrigieren von Fehlern ohne Extra-Pop-Up-Fenster und zeigen schon bei der Eingabe von Rufzeichenteilen an, ob es sich um einen Doppel-QSO oder einen Multiplikator handeln könnte.

Der Computer kann also unmittelbar im Contest unterstützen - oft steht er sowieso im Shack. Ein gutes Contestprogramm 
* loggt QSOs
* bedient die Station, so dass der Operator nicht mehr daran denken muß, Band oder Betriebsart im Programm umzuschalten 
* erzeugt Morsetelegrafie oder erlaubt die Nutzung eines Sprachspeichers  
* zeigt das jeweils aktuelle Contest-Ergebnis an 
* gibt Hinweise zu bereits gearbeiteten oder neuen Stationen
* unterstützt bei der Wahl des richtigen Bandes und der Suche nach Multiplikatoren, z.B. durch die Integration von DX-Cluster-Funktionen
* und erstellt eine Log-Datei im richtigen Format 
* ...

==Worauf sollte man beim Contestprogramm achten?==

Zunächst sollte man beachten, dass es zwei Arten von Log-Programmen gibt. Einerseits gibt es allgemeine Log-Programme für den täglichen Funkbetrieb, die auch "Conteste können". Andererseits gibt es echte Contestprogramme. Echte Contestprogramme sind eine lohnenswerte Investition.
*Ein Contestprogramm hat die Contestregeln eingebaut und zeigt detaillierte Zwischenergebnisse an. Du solltest prüfen, ob das Contestprogramm die von Dir bevorzugten Conteste unterstützt. Inzwischen werden die DARC-Conteste von den meisten gängigen Contestprogrammen unterstützt. Ist das bei einem eher exotischen Contest, wie dem HSW-Contest nicht der Fall, so ist eine Nachauswertung mit LM4 möglich. In diesem Fall stimmt das vom Contestprogramm während des Loggens angezeigte Zwischenergebnis meist nicht. Einige Programme kann man um neue Conteste erweitern.

*Ein Contestprogramm informiert Dich, ob Du eine bestimmte Station arbeiten darfst und wieviel sie wert ist.

*Ein Contestprogramm kann Geräte über Schnittstellen ansteuern. Sie kann die Frequenz aus dem Transceiver lesen und für jedes QSO ins Log eintragen. Umgekehrt kann das Contestprogramm den Transceiver steuern, z.B. Frequenz oder Band setzen. Auch die Steuerung von Antennenschaltern oder Rotoren ist oft möglich.

*Ein Contestprogramm kann sich über Packet-Radio oder Internet mit dem DX-Cluster verbinden und so eine auf den Contest ausgerichtete Ausgaben, z.B. als Bandmap, anbieten.
  
*Ein Contestprogramm kann das Log in Cabrillo oder STF exportieren.

*Jedes Contestprogramm kann automatisch CW erzeugen. Diese sehr nützliche Funktion vermeidet Gebefehler und unterstützt so den flüssigen Betrieb. Auch kann der OP sich beim CW-Senden entspannen oder Informationen eingeben. Man sollte vorher sehen, ob die Software auch eine vorhandene Schnittstelle ansteuern kann (COM, LPT, WinKey). Genauso wichtig ist die Ansteuerung einer CAT-Schnittstelle. Nicht immer kann man CAT und CW-Interface über eine gemeinsame Schnittstelle betreiben und Schnittstellen-Emulationen über USB funktionieren auch nicht immer wie gewünscht.

==Was ist das "Cabrillo"-Format?==

Cabrillo ist ein Standardformat für die Einsendung von Contestlogs. Auf Basis eines Standardformats kann der Veranstalter mit Hilfe von Computerprogrammen die Korrektheit des Logs prüfen und das Endergebnis berechnen. Bei Cabrillo gibt es spezielle Format-Definitionen für verschiedene Conteste. Da diese speziellen Cabrillo-Dialekte nicht von jedem Contestprogramm korrekt umgesetzt sind, kann es zu Problemen kommen. Das folgende Beispiel illustriert Cabrillo im WAE-Contest:
 START-OF-LOG: 2.0 
 CREATED-BY: Win-Test 3.10.0 
 CONTEST: DARC-WAEDC-CW 
 CALLSIGN: DK3W 
 SPECIFIC: W37
 CATEGORY: SINGLE-OP 20M HIGH 
 CLAIMED-SCORE: 2 
 OFFTIME: 2007-04-28 0000 2007-04-28 0520 
 OFFTIME: 2007-04-28 0540 2007-04-28 2359 
 OPERATORS: DL6MHW 
 QSO: 14000 CW 2007-04-28 0520 DK3W 599 0001 KC1XX 599 002 
 END-OF-LOG: 

Wichtig ist die DOK-Angabe. Nicht jede Contestsoftware unterstützt die DOK-Angabe im Specific-Feld. Hier muss man ggf. die Cabrillo-Datei mit dem Editor öffnen und die Specific-Angabe ergänzen. 
Weiterführende Informationen unter <ref>Cabrillo Specifications: http://www.kkn.net/~trey/cabrillo/</ref>.

==Was ist das STF-Format?==

STF steht für Stützerbach-Format und wurde 1999 vom DARC, Referat für HF- und DX-Funksport entwickelt. Es ist, ähnlich wie Cabrillo, ein ASCII-basiertes Datenformat für die Einsendung von Contestlogs. STF ist flexibler, da in der Datei selbst die Struktur der Daten beschrieben wird. Leider kam es praktisch nur innerhalb Deutschlands zur Anwendung. Etwa seit 2015 wird das STF-Format auch vom DARC nicht mehr verwendet.

Weiterführende Informationen unter <ref>Spezifikation STF-Format: https://www.darc.de/der-club/referate/conteste/logs-fuer-die-darc-conteste-log-files-for-darc-contests/stf/</ref>.

==Was ist das EDI-Format?==

EDI ist die Abkürzung für "Electronic Data Interchange" und gilt als Sammelbegriff für den Austausch elektronischer Daten zwischen unterschiedlichen Systemen. Oft haben die Dateien mit den auszutauschenden Daten (z.B. ein UKW-Contestlogbuch) die Dateinamenerweiterung *.EDI, daher spricht man auch hier oft (etwas unpräzise) vom EDI-Format. EDI-Dateien haben aber kein allgemeingültiges Format, da Struktur und Semantik der zu übermittelnden Daten vom Datenempfänger individiuell festgelegt werden können.

Für die UKW-Conteste der IARU Region 1 hat das VHF/UHF/Microwaves-Committee im Jahr 1998 das REG1TEST-Format für die elektronische Übermittlung von Contestlogs festgelegt.

==Was ist das REG1TEST-Format?==

Das REG1TEST-Format ist das von der IARU Region 1 festgelegte Format für die Übermittlung von UKW-Contestlogs. Dies gilt auch für die DARC-UKW-Conteste. Die genaue Spezifikation kann man im [https://www.iaru-r1.org/wp-content/uploads/2020/12/VHF_Handbook_V9.00.pdf] der IARU Region 1 nachlesen. Der Header von Logbüchern im REG1TEST-Format ist recht umfangreich und enthält nahezu alle contestrelevanten Angaben wie z.B. Adresse der Station bzw. des OPs, Stationsausrüstung, Ausgangsleistung, gearbeitete Großfelder und Länder, Gesamtpunktzahl etc.

Der (verkürzte) Aufbau einer EDI-Datei im REG1TEST Format vom UKW-Contest im Mai 2007 von DK5TX:

 [REG1TEST;1]
 TName=DARC VHF-, UHF-, SHF-Wettbewerb
 TDate=20070505;20070506
 PCall=DK5TX
 PWWLo=JN58TD
 PAdr1=Straßename Contest QTH
 PAdr2=PLZ Ort Contest QTH
 PSect=SINGLE-OP HIGH
 PBand=144 MHz
 PClub=DARC OV N01
 RCall=DK5TX
 RName=Ulf Schneider
 RAdr1=Straßenname Heim-QTH
 RAdr2=Adresszusatz
 RPoCo=Postleitzahl Heim-QTH
 RCity=Ort Heim-QTH
 RCoun=Land Heimat-QTH
 RPhon=Telefonnummer
 SPowe=600
 STXEq=TS-870 + LT2S, HLV-600
 SRXEq=TS-870 + LT2S
 SAnte=4 x 4 ele F9FT
 SAntH=30;530
 CQSOs=439;1
 CQSOP=135604
 CWWLs=71;0;1
 CExcs=0;0;1
 CDXCs=13;0;1
 CToSc=135604
 CODXC=HA8V;KN06HT;692
 [Remarks]
 No Tropo in the South, but good result for small setup.
 [QSORecords;439]
 070505;1400;DG1MFT;;59;001;59;001;;JN58VE;13;;N;N;
 070505;1400;DK4YJ;;59;002;59;001;;JN58TE;5;;;;
 ....

Die meisten Logbuchprogramme können Dateien im REG1TEST-Format erzeugen (Dateinamenerweiterung *.EDI). Dabei wird pro Band eine EDI-Datei im REG1TEST-Format erzeugt.