Erfolgreicher RTTY-Betrieb

Aus BCC Contest- & Technik-Lexikon
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(aus dem BCC-Handbuch, unbedingt überarbeiten und ausdünnen; mechanischer RTTY-Betrieb auslagern)

Betriebstechnik

Einführung

Funkfernschreiben, international kurz als RTTY (für Radio-Teletype) bezeichnet, ist eine für Wettbewerbe zunehmend wichtige Betriebsart, die gegenüber Sprech- und Tastfunk viele Vorteile hat. So wie die Morsetelegrafie das 19. Jahrhundert kennzeichnete, spielte Fernschreiben im 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle, bis es in unserem Jahrhundert durch Kommunikation zwischen Computern abgelöst wurde. Als ursprünglich für mechanische Geräte konzipiertes digitales Übertragungsverfahren eignet sich RTTY hervorragend für Sendung durch Computer. Niemand gibt mehr in Wettbewerben mit der Handtaste, außer es ist speziell zur Traditionspflege so ausgeschrieben. Bei RTTY gilt das gleichermaßen für den Empfang, wo die mechanische Fernschreibmaschine nur noch virtuell in der Codierung der Zeichen weiter lebt. Warum wird dieses alte Verfahren heute für Wettbewerbe verwendet? Modernere Verfahren mit Fehlerkorrekturermöglichen eine viel sichere Übermittlung, jedoch auf Kosten der Übertragung zusätzlicher Prüfzeichen und weiterem Nachrichtenverkehr zu automatischer Bestätigung oder Rückfrage. Das ist, wenn auch vom Computer durchgeführt, trotzdem kontraproduktiv. Es werden aus der Sicht des Contesters überflüssige Informationen übertragen. Sie kosten Bandbreite und/oder Zeit, wo Fehler vom Bediener einfach erkannt, toleriert oder durch Wiederholung geklärt werden können. Modernere Datenübertragungsverfahren (etwa AMTOR, PACTOR, MFSK16) spielen für Conteste keine Rolle. Eine Ausnahme bildet PSK, das sich vor allem mit den Geschwindigkeiten PSK63 und PSK125 einen Platz in der Contestszene erobert hat.

Empfang

Empfangstechnik

Morsetelegrafie wird (in der Sendeart A1A) übertragen, indem der Sender im Rhythmus der Zeichen eingeschaltet wird – ist der Empfang schwach oder gestört, fällt es einem automatischen Empfänger schwer, Zeichen und Pausen zu unterscheiden. Fernschreiben verwendet dagegen die für automatischen Empfang besser geeignete Frequenzumtastung (Sendeart F1B). Der Sender springt im Rhythmus der Zeichen zwischen zwei Frequenzen, der Empfänger kann FM-Diskriminator-Schaltungen einsetzen und die beiden Frequenzen als zwei A1-Telegrafie-Signale auswerten. Die höhere Frequenz ist immer die Ruhelage, sie wird als MARK bezeichnet. Die niedrigere Frequenz ist die Arbeits- oder Zeichenlage und wird SPACE genannt.

Informationsstruktur

RTTY verwendet ein asynchrones Verfahren im 5 Bit Code. Die aus 5 Elementen bestehenden Fernschreibzeichen müssen nicht unbedingt lückenlos aufeinander folgen, auch wenn das normalerweise bei Sendungen vom Computer der Fall ist. Beim Tippen von Hand dürfen zwischen den Zeichen beliebig lange Pausen sein. Jedes Zeichen bringt seine eigene Start- Information mit, ein 22 ms langer Wechsel auf die SPACE-Frequenz. Darauf folgen fünf 22 ms lange Schritte, die entweder auf der MARK- oder SPACE-Frequenz gesendet werden. Danach müssen 33 ms, die anderthalbfache Länge eines Zeichenschritts, Ruhe sein. Der Sender bleibt, auch beim Senden mit maximaler Geschwindigkeit vom Computer, auf der MARK-Frequenz. Damit können elektronische Schaltungen und Computerprogramme den möglichen Beginn eines neuen Zeichens erkennen und sich mit einer laufenden Sendung synchronisieren.

StartschrittZeichenschrittStopp-Schritt1234522 ms22 ms 22 ms 22 ms 22 ms 22 ms33 ms

5 Bit ergeben25= 32Möglichkeiten, das reicht nicht für A bis Z und die Ziffern. Der Fernschreiber arbeitet daher in zwei Ebenen, »Buchstaben« (BU), englisch Letters (LTRS) für A bis Z und »Ziffern« (ZI), englisch Figures (FIGS) für 1...9, 0 und Satzzeichen. Die Typenhebel der klassischen Fernschreiber waren wie bei einer Schreibmaschine doppelt belegt. Ein Ebenen-Wechsel war eine geräuschvolle mechanische Aktion. Entweder die Druckwalze mit dem Papier oder der Typenkorb mit Druckhebeln und Farbband musste etwa 1 cm gehoben oder abgesenkt werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass in einem Wort auf einen Buch-staben wieder ein Buchstabe und in einer Zahl auf eine Ziffer wieder eine Ziffer folgt. Man spart sich also eine zusätzliche Information pro Zeichen zur Kennzeichnung ob Buchstabe oder Ziffer, und damit – wofür der Contester immer dankbar ist – Sendezeit. Es gibt zwei Steuerzeichen zum Umschalten der Ebene auf ZI oder BU und zwei weitere, die unabhängig von der Ebene funktionieren: Abstand/Zwischenraum (SP) und Zeilenwechsel. Oft fällt durch einen Übertragungsfehler die BU/ZI-Umschaltung aus. Zahlenwerden dann als Buchstaben dargestellt, hier ist es nützlich zu wissen, welche 5Bit-Kombination sich eine Ziffer und ein Buchstabe teilen. Ältere Fernschreiberhatten nicht getrennte Tasten für Buchstaben und Ziffern, sondern dreireihige Tastaturen, wobei Tasten mit Buchstaben und Ziffern/Satzzeichen doppelt belegt waren, entsprechend der amerikanisch-/englischen Anordnung.

Q W E R T Y (!) U I O P1 2 3 4 567 8 9 0

Wer also als Rapport TOO oder zur Verabschiedung UE erhält, kann das mit Blick auf die Tastatur leicht entschlüsseln, im deutschsprachigen Raum sind nur Y und Z vertauscht. Empfangsprogramme bieten oft »Unshift on Space«, das bedeutet, sie nehmen an, dass ein Zwischenraum (SP) normalerweise vor einem Wort steht. Sie schalten, auch ohne eine BU-Umschaltung erhalten zu haben, »sicherheitshalber« in die BU-Ebene. Das ist sehr ärgerlich beim Empfang von Rapporten und Seriennummern im Contest. Gute Contestprogramme kennen das und akzeptieren beispielsweise TOO PYQ auch als 599 061.

Demodulation

Man verwendet externe Modems oder Software-Lösungen für die Soundkarte. Bewährte Modems sind beispielsweise die SCS PTC-x in verschiedenen Ausführungen. Vorteilhaft bei externen Modems ist ihr problemloser Audio-Anschluss. In den letzten Jahren haben Softwarelösungen für die Soundkarte im Contest- Betrieb externe Modems (auch als TU, Terminal Unit bezeichnet) fast völlig ersetzt. In dem Maße, wie die Computer schneller wurden, sind die Soundkarten-Lösungen den Modems gleichwertig geworden. (Ein externes Modem ist daher nur noch erforderlich, wenn man über RTTY hinaus weiter gehende Anforderungen hat, etwa Betrieb mit einer PACTOR-Mailbox.) Quasi Standard für RTTY-Sendung und Empfang mit dem Computer ist das Programm MMTTY[43], in Logbuch- und Contest-Programmen wird es auch für RTTY integriert und vorkonfiguriert. Beim Empfang werden die Fernschreibsignale in Tonsignale umgesetzt und damit auch hörbar gemacht. Sogenannte »High Tones« (hohe Töne) sind 2125 Hzund mit 170 Hz Abstand 2295 Hz; »Low Tones« sind 1275 Hz und 1445 Hz. (Siehe auch Abschnitt Modulation 1.5.7 weiter unten). Transceiver bieten normalerweise einen Tonausgang mit festem Pegel, der unabhängig von der Stellung des Lautstärkereglers ist. Man kann den Empfänger schon sehr gut grob nach Gehör abstimmen und achtet erst zur Feinabstimmung auf die Abstimmanzeige. Man sollte die Signale mithören und nicht nur auf den Bildschirm schauen, um folgende Fragen zu klären:

  • Ist das Signal klar und kann man der Mitschrift trauen?
  • Wird bei MMTTY das für die Ausbreitungsbedingungen passende Profil verwendet oder sollte beispielsweise die Profiloption Flutter oder Multipath eingestellt werden?
  • Ist etwa eine Telegrafiestation zu hören, die man nicht stören will?
  • Wie stark stören benachbarte Stationen?
  • Schließt das Band?

Einsatz von Filtern

Im Empfänger ist der Einsatz eines schmalen Filters unerlässlich. 500 Hz sind ausreichend, es kann aber auch ein 350 Hz-Filter eingesetzt werden. Noch schmalere Filter beeinträchtigen das Signal stark. Wenn im Contestdie Stationen dicht beieinander senden, kann man als Kompromiss mit 250 Hz einen besseren Empfang erzielen als wenn man Störungen von der Seite zulässt. Lassen sich keine Filter einsetzen und bietet der Transceiver DSP und Passband-tuning zum Verschieben der ZF-Filterkurve, kann man sich mit einem Trickbehelfen: Hier stellt man im PC-Programm die hohen Töne ein und verschiebt das Passband so an den oberen Rand, dass nur noch diese Töne durchkommen.

MMTTY-Optionen

MMTTY bietet einige Optionen, die – wenn nicht abgeschaltet – zu unerklärlichem oder vermutetem Fehlverhalten führen, insbesondere wenn mit F1B (FSK) gearbeitet wird (zu FSK siehe weiter unten).

UOS
Unshift on Space, schaltet nach jedem Leerzeichen (SP) auf Buchstaben(siehe oben) – Nützlichkeit fraglich.
SQ
Squelch, kann den Empfang verhindern, es dient dazu dass Rauschen als scheinbares Empfangssignal nicht ständig mitgeschrieben wird – richtig einstellen!
AFC
sucht nach einem Signal, führt die Empfangsfrequenz nach und verändert sie damit gegenüber der Sendefrequenz – abschalten!
NET
führt die Sende- der Empfangsfrequenz nach – abschalten!Statt AFC nutzt man die RIT des Transceivers.

Sendung

Sendetechnik

Die Sendeart F1B bedingt, dass der Sender während der Sendung ständig eingeschaltet ist. Sender-Endstufen sind auf diesen Dauerstrichbetrieb nicht eingerichtet. Das betrifft ebenso Anpassgeräte und Sperrkreise in Antennen. Die Sendeleistung muss deswegen bei CQ-Rufen mit kurzen Empfangspausen auf die Hälfte, im QSO-Betrieb auf maximal zwei Drittel der Maximalleistung reduziert werden. Bitte auf die Lüfter achten, ihre Aktivität ist ein gutes Maß für eventuell nötige Leistungsverringerung.

Berücksichtigung der Informationsstruktur

Wie weiter oben beschrieben, werden die Möglichkeiten des 5 Bit-Codes mit Buchstaben und Ziffern in zwei Ebenen angewendet. Die Umschaltzeichen BU und ZI zum Wechsel der Ebenen werden vom Sende-Programm automatisch erzeugt. (Bei den alten mechanischen Fernschreibern mussten sie von Hand gegeben werden.) Beispiel für ein Rufzeichen: D J <ZI> 4 <BU> K W. Völlig kontraproduktiv ist es, die von Telegrafie her bekannten Buchstaben-Abkürzungen für Ziffern zu verwenden, etwa N für 9. Statt <ZI> 599 014 zu geben: <ZI> 5 <BU> NN <ZI> 014 bedingt nicht nur zwei unnötige BU/ZI-Umschaltungen. Manche Contest-Programme orientieren sich an der Folge 599 und schlagen das darauf Folgende als empfangene Seriennummer vor. Mit Rücksicht auf Teilnehmer, die »Unshift on Space« eingeschaltet haben, hat es sich eingebürgert,RST und (eventuell wiederholte) Seriennummern statt mit Zwischenraum <SP> mit Minuszeichen zu trennen, etwa 599-014-014. Inwieweit man dieser Empfehlung folgen muss, ist umstritten. Mit Satz- und Sonderzeichen sollte man sparsam umgehen. Es gibt Unterschiede zwischen der deutschen, amerikanischen oder englischen Belegung, was in der Literatur in Tabellen für Fernschreibmaschinen verschiedener Länder aufgeführt ist. Einheitlich sind nur:

  • Punkt
  • Komma
  • Minus
  • Schrägstrich
  • Fragezeichen, und
  • die Klammern

Andere Zeichen sollte man nicht verwenden. Auch wenn der Computer beispielsweise ein Semikolon, Ausrufezeichen oder ein Plus bietet, ist nicht gesagt, dass auf der anderen Seite nicht etwas ganz Anderes angezeigt wird.

Modulation

Zum Erzeugen eines Fernschreib-Signals gibt es prinzipiell zwei Wege, FSK und AFSK. In beiden Fällen ist darauf zu achten, dass der Abstand zwischen den beiden Sendefrequenzen genau 170 Hz beträgt. Mit abweichenden Abständen kann RTTY auf der Gegenseite zwar aufgenommen werden, aber nur mit ungünstigem Signal/Rauschverhältnis. Beispielsweise ist im Pactor-Betrieb ein Abstand von 200 Hz üblich, der für RTTY ungeeignet ist. Man bedenke, dass bei 200 Hz Shift ein 350 Hz-Filter schon zu schmal sein kann.

FSK

Vorausgesetzt der verwendete Transceiver kennt die Betriebsart RTTY und bietet damit die Alternative FSK, kann man über eine an eine Zubehörbuchse angelegte Steuerspannung (0 oder 5 V) die Sendefrequenz von der MARK-Frequenz auf die 170 Hz tiefere SPACE-Frequenz umschalten. Das ist »Frequency Shift Keying« (FSK) in der Sendeart F1B. Externe Modems, beispielsweise ein SCS PTC [61], sind darauf genauso eingerichtet wie die gebräuchlichen USB-Interfaces, etwa von microHAM [41]. Diese Art der Tastung ist gegenüber AFSK vorzuziehen, sie ist frei von Nebenaussendungen. SCS-PTC oder microHAM-Interfaces erledigen auch die Sende/Empfangs-Umschaltung über die PTT-Leitung. Manche Transceiver erfordern, dass zum Senden »Reverse« (Vertauschen von MARK und SPACE) beim PC-Programm oder Modem eingestellt wird, um die richtige Lage der SPACE-Frequenz zu erzielen.

AFSK

Ist FSK aus technischen Gründen nicht möglich, schaltet man den Transceiver auf die Modulationsart SSB (eventuell möglich: SSB-DATA) und legt an einem speziellen Audioeingang oder am Mikrofoneingang ein Tonsignal an, das entspricht der Sendeart J2B. Standardtöne sind (High Tones) 2125 Hz und mit 170 Hz Abstand 2295 Hz, gebräuchlich sind auch (Low Tones) 1275 Hz und 1445 Hz. Es ist darauf zu achten, dass für den Empfang die selben Töne verwendet werden. Beispielsweise darf bei MMTTY nicht mit der Option AFC gearbeitet werden. Alle Tonfrequenzen im Durchlassbereich des Senders sind möglich. Mit Rücksicht auf mögliche Nebenaussendungen sollten die Frequenzen möglichst hoch sein. Zu tiefe Töne muss man vermeiden, da sie selbst Harmonische/Oberwellen erzeugen, 1 kHz wird beispielsweise noch Anteile auf 2 kHz bieten und das würde mit ausgesendet. Um die Frequenz des Sendesignals zu ermitteln, muss bei LSB die Tonfrequenz von der Trägerfrequenz abgezogen, bei USB auf die Trägerfrequenz addiert werden.Die Zuordnung von MARK und SPACE zu den Tonfrequenzen muss so erfolgen, dass im Sendesignal die Markfrequenz, also die Frequenz des ungetasteten Senders, die höhere Frequenz ist und die Tastung »nach unten« erfolgt. Sind MARK und SPACE vertauscht, kann das Signal nur aufgenommen werden, wenn die Gegenseite auch MARK und SPACE beim Empfang vertauscht und dazu auf REVERSE schaltet. Um das zu verhindern, muss man selbst in der Software gegebenenfalls auf Reverse schalten. Ob man im oberen oder unteren Seitenband sendet, welche Töne man benutzt, ob man dazu Reverse oder Normal sendet, erkennt die Gegenseite nicht, da sie weder den unterdrückten Träger noch den unterdrückten zweiten Seitenbandsatz feststellen kann. Bietet das verwendete USB-Interface keine PTT-Schaltung, gelingt die Sende/Empfangsumschaltung über die VOX. Beim Arbeiten am PC muss man die VOX abschalten, sodass nicht die Windows-Töne ausgesendet werden. Bei AFSK besteht die große Gefahr, dass der Mikrofoneingang übersteuert und damit ein verzerrtes Tonsignal mit Nebenaussendungen abgestrahlt wird. Das dem Lautsprecher/Kopfhörer-Ausgang des PC entnommene Signal muss unbedingt mit einem Spannungsteiler im Verhältnis 1:10 abgeschwächt werden.

Contest-Betrieb

Es ist durchaus sinnvoll, mehrere RTTY-Empfangsfenster auf dem PC zu nutzen. Beispielsweise kann man ein Modem (etwa SCS PTC) nur zum Empfang nebendem Contestprogramm mit MMTTY verwenden. In kritischen Situationen zeigen beide zu unterschiedlichen Zeiten ihre Stärken und Schwächen.

Contest-Programme

Egal ob man mit der Soundkarte oder einem externen Modem arbeitet, man braucht ein spezielles Contestprogramm. Ein Logbuch-Programm ist weniger geeignet, da dessen Komfort im Contest nur lästig ist. Für Windows stehen sehr gute Programme zur Verfügung und es gibt ständig Weiter- und Neuentwicklungen. So ist beispielsweise RCKRtty [16] von DL4RCK ein in Europa immer noch weit verbreitetes Programm das sehr komfortablen RTTY-Contestbetrieb über externe Modems oder mit Hilfe der MMTTY-Software über die Soundkarte ermöglicht. Aktuell werden Contest-Programme verwendet, die neben RTTY auch Wettbewerbe in CW und SSB unterstützen.

  • DL4RCK hat dementsprechend sein Contest-Programm zu RCKLog weiterentwickelt.
  • Im amerikanischen Raum hat sich das Programm von N1MM [66] ebensowie außerhalb der U. S. gut bewährt.
  • Win-Test ist ein entsprechend mächtiges Programm nicht nur in Europa.

Die Auswahl liegt letztendlich beim Anwender. Will man das Gleiche verwenden, wie erfolgreiche Contester im Club oder durch Verwendung einer besseren Software einen Wettbewerbsvorteil erzielen? Auswahlkriterien (im Grunde genommen KO-Kriterien), wie ein Contestprogramm sein muss:

  • Sicher: auch unter den widrigsten Umständen wie HF in den USB-Leitungen, unkontrolliertes Abschalten des Computers durch Stromausfall usw. darf nicht ein einziger Log-Eintrag verloren gehen.
  • Schnell: Ein- und Ausgaben dürfen nicht verzögert werden, weil das Programm beispielsweise etwas auf dem Plattenspeicher sucht oder auf eine Schnittstelle wartet.
  • Einfach zu bedienen, besonders wichtig an Clubstationen wenn gute, aber nur mit anderen Programmen erfahrene Contester eingeladen werden oder auch Anfänger mitarbeiten müssen.
  • Sehr gute Maus-Unterstützung: Muss die Maus dauernd über große Strecken bewegt werden, ist das Ziel leicht anzuklicken, gibt es hakelige Doppelklicks? Wann muss trotzdem zur Tastatur gegriffen werden?
  • Geeignet für eine Vielzahl von Contesten. Falls Teilnahme am WAE-Contest nicht ausgeschlossen wird, ist die Aufnahme von QTCs sicher und komfortabel?
  • Flexibel und vielfältig konfigurierbar. Funktionstasten-Texte müssen unterschiedlichen Contesten und Bedingungen angepasst werden können.
  • Eingerichtet für vernetzten Betrieb mit anderen Installationen des Programms im Multi-Betrieb.
  • Log-Erstellung nach internationalen Standards, wichtig vor Allem das Cabrillo-Format.
  • Bringt Hinweise auf fehlende Multiplikatoren.
  • Kann mit Transceiver zur Übernahme der Arbeitsfrequenz verbunden werden.

Ein RTTY-Contest wird fast ausschließlich mit der Maus gefahren. Das Programm liest den empfangenen Text mit und markiert relevante Texte wie Rufzeichen der Gegenstation und empfangene Contest-Nummer automatisch so, dass sie durch einfaches Anklicken in die entsprechenden Logfelder übernommen werden können. Ebenso per Maus erreichbar sind Schaltflächen zum CQ-Ruf, Aussenden von Rapport und Contest-Nummer, Bestätigen des Empfangs von der Gegenstation und Abspeichern des QSOs im Log. Sind diese Schaltflächen sehr klein oder weit vom Empfangsfenster entfernt, ist es besser, eine Hand an der Tastatur zu haben und diese Funktionen mit Tastenanschlägen auszulösen. Dafür werden in den Programmen gern große und exponierte Tasten verwendet, oft auch auf dem Ziffernblock – der auf Notebooks allerdings fehlt, hier empfiehlt sich eine externe breite Tastatur. Die Vielzahl von RTTY-Wettbewerben bringt viele unterschiedliche Regeln für den Rapport-Austausch mit sich. Neben dem üblichen RST599 (der aber bei manchen Contesten auch entfallen kann) wird eine Seriennummer oder die CQ-Zone ausgetauscht, aber auch schon mal das Geburtsjahr des OPs. Hier wird deutlich, wie wichtig die direkte Unterstützung des jeweiligen Wettbewerbes durch die eingesetzte Software ist, um diese Informationen zu erkennen und automatisch zuordnen zu können.

Contest-Vorbereitung

Murphys Gesetz sagt: wenn etwas schief gehen kann, geht es schief. Oft liest man nach dem Contest herzzerreißende Berichte, wie »Murphy wieder zugeschlagenhat«, sprich: die mangelhaft getestete und schlecht gewartete Station versagt hat. Gerade RTTY mit seinen zahlreichen Einstellungen bietet hier viele Fehlerquellenin der Bedienung des Transceivers, Einrichtung der PC-Programme und in der Verkabelung. Unbedingt die Contest-Regeln lesen. Veröffentlichungen in Clubzeitschriften sind eventuell veraltet. Im Internet gibt es auf den Seiten der Veranstalter aktuelle Versionen der Regeln oder Hinweise auf etwa geänderte Contestzeiten. Ist das Programm in der Lage, das Log im vom Auswerter geforderten Format zuerstellen? Das normalerweise verwendete Log-Programm wird durch ein spezielles Contestprogramm ersetzt – ist dieses entsprechend den Contest-Regeln konfiguriert? Mit dem Contest-Programm arbeitet MMTTY oder ein Modem zusammen, ist das richtig eingestellt? Sind Transceiver-Betriebsart und Filter für RTTY eingestellt? Hohe/niedrige Töne, Normal oder Reverse-Tastung? Wird der Sender über die PTT eingeschaltet? Man klärt das am Besten im QSO mit einer zweiten Station.

Contest-Betriebstechnik

Funktionstastenbelegung

Nach dem Betätigen einer Funktionstaste wird ein durch ein sogenanntes Makro gebildeter Text ausgesendet. Bestandteile der Makros sind beispielsweise das eigene Rufzeichen, das Rufzeichen der Gegenstation, Seriennummer beginnend mit 001 usw. In jedem Contest-Programm ist das individuell definiert. Grundregel für Makros: Beginn und Ende des Texts mit »White Space«, also Zwischenraum/Leerzeichen <SP> oder auch Zeilenschaltung; zu Beginn um dem Empfangssystem Zeit zum Synchronisieren zu geben; am Ende um den Text auf der Gegenseite von danach empfangenen Zeichen abzusetzen, die in Empfangspausen zwangsläufig entstehen. K oder PSE K am Ende eines so begrenzten Texts ist nicht erforderlich und nicht (mehr) üblich. Für jeden Contest kann man einen eigenen Satz von Makros erstellen, auch für den selben Contest Makros mit unterschiedlicher Zahl von Wiederholungen. Alle Makrosätze sollten einheitlich und systematisch aufgebaut werden.

Frequenzbereiche

RTTY-Wettbewerbe finden auf den klassischen Kurzwellenbändern 80 m, 40 m, 20 m, 15 m und 10 m statt; die WARC-Bänder 30 m, 17 m und 12 m sind grundsätzlich contestfrei. Die IARU Region-1 Bandsegmente für digitale Betriebsarten wie RTTY sind:

  • 3580 kHz bis 3600 kHz
  • 7040 kHz bis 7060 kHz
  • 14070 kHz bis 14099 kHz und 14101 kHz bis 14112 kHz
  • 21070 kHz bis 21149 kHz
  • 28070 kHz bis 28190 kHz

Im oberen Teil der Segmente angesiedelt sind Pactor und Packet Radio, im unteren Teil arbeiten PSK31-Stationen. Hier gilt gegenseitige Rücksichtnahme. In der Praxis wird im Contest oft das Bandsegment weit überschritten. Das beeinträchtigt den darunter liegenden Telegrafiebetrieb und den darüber liegenden SSB-Betrieb. Auch hier gilt weitmöglichste Rücksichtnahme. Wichtig zu wissen ist, dass es im 40 m Band in den USA ein RTTY-Bandsegment von 7080 kHz bis 7090 kHz gibt. Hier kann man bei Bandöffnungen oft nordamerikanische Stationen arbeiten. Es lohnt sich auch, über 28100 kHz zu hören, denn die US »Technician« Lizenz erlaubt den Betrieb nur oberhalb dieser Frequenz.

Betrieb als CQ-rufende Station

Ein kurzer CQ-Ruf sollte etwa so aussehen:

<SP> CQ CQ TEST DE DJ4KW DJ4KW CQ <SP>

DE ist sinnvoll, da viele Programme das auswerten, um das nachfolgende Rufzeichen zu erkennen. Statt TEST wird oft auch der Contestname verwendet, im WPX-Contest beispielsweise

<SP> CQ CQ WPX DE V31GW V31GW CQ <SP>

Das abschließende CQ macht Stationen die erst zum Schluss auf die Frequenz kommen klar, dass man einen CQ-Ruf und nicht eine Tastenübergabe macht. Wie schon oben geschrieben werden solche Texte durch Makros nach einem Tastendruck automatisch erzeugt, der CQ-Ruf beispielsweise mit der Funktionstaste F1.

Betrieb als Anrufer

Ruft man eine Station an, genügt es bei guten Bedingungen, das eigene Rufzeichen zwei mal zu senden, ob eine häufigere Rufzeichennennung nötig ist, muss man von Fall zu Fall entscheiden. Auf keinen Fall sendet man das Rufzeichen der Gegenstation; das kostet nicht nur Sendezeit, sondern stört auch die Rufzeichenerkennung der Gegenseite, die eventuell das so empfangene eigene Rufzeichen als Anrufer wertet.

<SP> DE DKØIU DKØIU <SP>

Zum Abschluss Leerzeichen und/oder Zeilenvorschub nicht vergessen, dennnach dem Abschalten des Senders entstehen durch Rauschen oder gleichzeitig empfangene Stationen weitere Zeichen sodass auf der Gegenseite beispielsweise folgendes ankommen kann, was das Empfangsprogramm als langes Rufzeichen aufnimmt:

DE DKØIUPWJYZ

Rapport-Austausch

Idealerweise wird das Rufzeichen der anrufenden Station automatisch erkannt, weil ihm DE vorausgeht oder es wird durch Mausklick übernommen. (Ist das Rufzeichen wie eben beschrieben durch weitere Zeichen verlängert, wird es entweder mit der Tastatur korrigiert oder es wird bequemer einfach erneut CQ gerufen.) Der Rapport wird etwa folgendermaßen gesendet:

<SP> DKØIU 599 123 123 DKØIU <SP>

oder

<SP> DKØIU 599-123-123 DKØIU <SP>

Man leitet die Sendung mit zwei bis drei nicht druckbaren Zeichen ein (Leerzeichen, Zeilenschaltung) um dem Empfangssystem Zeit zur Synchronisation zu geben (bei den mechanischen Maschinen konnte das eine halbe Zeile lang dauern). Danach wird nur das Rufzeichen des Anrufers genannt, denn es haben eventuell mehrere gerufen, das eigene Rufzeichen ist ohnehin vom CQ-Ruf her bekannt. Da es hier oft Fehler mit der Synchronisation oder Störungen durch weitere Anrufer gibt, wiederholt man das Rufzeichen des Partners am Ende des Durchgangs und endet mit Leerzeichen/Zeilenschaltung, ohne PSE K oder BK. Ob die Zahlen mit Leerzeichen oder Minuszeichen getrennt werden, wird kontrovers diskutiert. Minus soll Benutzer von »Unshift on Space« vor Umschaltung auf Buchstaben schützen und dem Sender zeitintensive Umschaltungenauf Ziffern ersparen. Ob man stattdessen die natürliche Schreibweise wählt,kann jeder für sich entscheiden – es ist letztlich Geschmackssache. Begrüßungen, womöglich noch mit Entnahme des Namens aus einer Rufzeichenliste –etwa HI CLUBSTATION– gehören in den normalen QSO-Verkehr und haben im Contest nichts zu suchen, sie benötigen nur kostbare Zeit und stören eine eventuell vorhandene automatische Rapportauswertung. 599 (nicht 5NN !) ist für das Empfangsprogramm das Start-Zeichen für den Beginn der Auswertung der Contest-Nummer, ansonsten hilft der OP mit der Maus nach und klickt auf die Zahl. Die Contest-Nummer muss wiederholt werden, um auf der Gegenseite einen eventuellen Übertragungsfehler an dieser kritischen Stelle auszuschließen. Eine einzige Ziffer falsch aufgenommen veranlasst die Contest-Auswerter später, das ganze QSO als ungültig zu werten, verbunden eventuell mit dem Verlust eines Multiplikatorpunkts und einem zusätzlichen Punktabzug für schlampiges Arbeiten. Bei schwierigen Bedingungen, insbesondere auf 80 m und 40 m, muss die Contest-Nummer häufiger wiederholt werden, bis die Gegenseite mindestens zwei bis drei mal die selbe Zahl empfängt. Gelegentlich fällt dann eine Ziffernumschaltung aus und statt der Ziffern erscheinen Buchstaben. Ein Blick auf die Tastatur hilft, sie zu entschlüsseln, wie weiter oben beschrieben; Q ist 1, W 2 usw. Gute Contest-Programme können das auch; sie übersetzen die mit der Maus angeklickte Buchstabenfolge in Ziffern und übernehmen sie als Contest-Nummer. Die Gegenseite bittet eventuell um Wiederholung, etwa mit ?? AGN ??. Im Normalfall bestätigt sie mit einer geeigneten Abkürzung OK, CFM oder TU (das eigentlich korrekte QSL ist nicht geeignet, da manche das als Bitte um eine Bestätigungs-Karte verstehen) und sendet ihren Rapport in zum Beispiel folgender Form:

<SP> OK 599 321 321 DKØIU <SP>

Ob man noch das Rufzeichen des CQ-Rufers voranstellt, hängt von den Bedingungen ab; ebenso die Zahl der Wiederholungen der Contest-Nummer und ob Minuszeichen eingesetzt werden. Redundante Verzierungen wie UR vor dem Rapport, DE vor dem eigenen Rufzeichen oder QSL? und BK danach verschwenden wertvolle Contestzeit; DE ist nur beim Anruf sinnvoll. Wer redundante Informationen senden will, tut das besser, indem relevante Information wie die Contest-Nummer oder das eigene Rufzeichen öfter wiederholt wird, was insbesondere auf den niedrigen Bändern Sinn macht. Ist alles richtig aufgenommen, bestätigt der CQ-Rufer und setzt gleich mitdem nächsten CQ-Ruf fort:

<SP> DKØIU TU CQ DE ....

Aus TU entnimmt die Gegenseite, dass ihr Rapport angekommen ist und geloggt wurde. Gleich mit dem CQ-Ruf fortzufahren verhindert, dass andere Stationen die zuvor gearbeitete Station rufen und die Frequenz zu übernehmen versuchen.

Wichtige Tipps

Schwacher oder gestörter Empfang

Eingangs wurde erwähnt, dass man beim Fernschreiben im Contest bewusst auf die Wahl fehlerkorrigierender Verfahren verzichtete. Meist sind die Bedingungen so gut, dass Rufzeichen und Rapporte nur einmal wiederholt werden müssen um sicher geloggt zu werden. Unter schwierigen Bedingungen gibt es aber viele Übertragungsfehler, sodass die Fehlerkorrektur hier schon die Verbindung abbrechen würde. Für den Contester bringt aber vielleicht eine schwache fast unlesbare Station gerade den entscheidenden neuen Multiplikatorpunkt. Das Rufzeichen lässt sich, bevor man anruft, anhand von DX-Cluster-Meldungen und empfangenen Fragmenten aus der »Master«-Datei bekannter Contest-Stationen erraten. Als CQ-Rufer hat man richtig geraten, wenn die anrufende Seite nicht durch mehrmaliges Rufzeichennennen protestiert. Beim Rapport beobachtet man die schwache oder gestörte Station vorher, welche Contest-Nummern sie gibt. Die Contest-Nummer erhöht sich beispielsweise im WAE immer um eins. Wurde man als Anrufer angenommen, kann man egal wie viel man von der Gegenseite verstanden hat, immer den Empfang der Contest-Nummer mit OK quittieren. Schwieriger wird es dagegen, wenn man als CQ-Rufer von einer leisen Station angerufen wird und mit Schwierigkeiten das Rufzeichen verstehen oder ein Fragment plausibel ergänzen kann. Die Contest-Nummer muss dann einwandfrei verstanden und kann nicht erraten werden. Der empfangene Text muss durch Mithören akustisch bewertet werden, um festzustellen, welchen Zeichenfolgen man trauen kann. Man kann die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Zeichen richtig empfangen wurden, aus ihrer Umgebung beurteilen. Zeigt der Empfangsbildschirm etwa

YXKØIU OK 1234 1287 13/-

ist es wahrscheinlich, dass die Contest-Nummer 1234 und nicht 1287 die richtige ist, denn K0IU OK sieht für DK0IU richtig aus und 12 wiederholt sich.

Pile-Up im Contest

Was macht man, wenn mehr als eine Station gleichzeitig anrufen? Sofern nicht eine Station deutlich stärker ist, kann weder ein Programm noch ein Modem etwas richtig mitschreiben. Hier nicht sofort

QRZ ?? DE DJ4KW

rufen, alle Anrufer würden gleich wieder rufen. Im Contest gibt es nicht genug freie Frequenzen um SPLIT zu arbeiten. Eventuell hilft Betätigen der RIT und ein Anrufer, der sich etwas neben die Masse gesetzt hat, kommt besser lesbar durch. Besser einfach abwarten. Einer sendet vielleicht am längsten und kann zum Schluss aufgenommen werden, oder nachdem alle aufgegeben haben startet einer als erster lesbar mit einem erneuten Ruf. Hat man ein genügend langes Fragment aufgenommen, und kann man nicht wie oben beschrieben das Rufzeichen erraten, hilft nur für das Fragment gezielt QRZ zu rufen; beispielsweise

GW3?? GW3??

und dann ganz konsequent zu bleiben. USA und Japan sind da sehr diszipliniert, Süd-Europäer weniger.

Mehrfach-Verbindungen

Was macht man, wenn eine bereits gearbeitete Station erneut anruft? Hier gehen die Experten-Meinungen auseinander, wie auch bei anderen Betriebsarten. Eine empfohlene Einstellung ist, die rufende Station einfach noch mal zu arbeiten, denn es dauert viel zu lange, der Gegenstation zu erklären, dass sie bereits im Log sei, länger als ein normales QSO. In 50 % der Fälle ruft die Gegenstation sogar berechtigt nochmals an, weil das erste QSO bei ihr tatsächlich nicht richtig geloggt wurde. Sie mit SRI QSO B4 QRZ DE DJ4KW abzuweisen hat nur eine Diskussion oder einen erneuten Anruf zur Folge und letztlich einen Punktverlust, weil die Auswerter das erste scheinbar richtige QSO mangels eines korrekten Gegenstücks als ungültig werten werden. Die anderen 50 % sind echte Duplikate, sie markiert die Software als DUPE. Auswerter bitten die so gekennzeichneten QSOs nicht aus dem Log zu entfernen. Es gibt normalerweise keinen Punktabzug, obwohl entweder das erste oder das zweite QSO ungültig ist.

Suchen oder CQ rufen?

CQ zu rufen lohnt sich auch für schwächere Stationen, sofern man in den zu Contest-Zeiten überfüllten Bandsegmenten einen Platz findet. Eine übliche Vorgehensweise ist, das Bandsegment zunächst mindestens zwei mal abzusuchen und CQ-Rufer zu arbeiten, dann sich eine Frequenz zusuchen und selbst zu rufen. Wenn dann die QSO-Rate signifikant abfällt, lohntes sich, noch mal zu suchen oder einen Bandwechsel vorzunehmen. Es ist sehr wichtig, die Ausbreitungsbedingungen zu beobachten. Oft lohnt es sich, beim ersten Öffnen eines Bandes auch mal einige Minuten allein CQ zu rufen.