Betriebstechnik: Unterschied zwischen den Versionen

Aus BCC Contest- & Technik-Lexikon
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=Ethik=
=Ethik=
 
Keine andere Sportart stellt derart hohe Ansprüche an die Ethik und Charak-terfestigkeit der Wettkampfteilnehmer wie der Contest. Dazu möchte ich einigeGedanken aufgreifen, die K5ZD in einem Leitartikel des National Contest Journal[48] der ARRL formuliert hatte:Der Contest als Gesamtleistung setzt sich zusammen aus den Gerätenwie Empfänger, Sender, Antennen und dem Können des Operators.Das Log ist eine Aufzeichnung der erbrachten Leistungen währenddes Contests. Die technische Ausrüstung, der Standort usw. beein-flussen das Ergebnis ohne Frage, wie bei anderen Sportarten solcheEinflüsse auch existieren. Aber was letztendlich den Ausschlag gibt,das ist der Operator! Wer ein Contestlog einreicht, bestätigt mit sei-ner Unterschrift – mit seinem Ehrenwort – dass er die Regeln desWettbewerbs eingehalten hat. Genau so vertraut jeder Teilnehmerdarauf, dass der andere sich an die Regeln hält. Dieses gegenseitigeVertrauen schafft die Voraussetzung dafür, dass Conteste überhauptmöglich werden.Im Contest gibt es keinen Schiedsrichter, der die Teilnehmer in allseinen Aktionen beobachtet und beurteilt, um dann einen Siegerzu ermitteln. Einzig und allein das geschriebene Log des Teilneh-mers, seine eigenen Aufzeichnungen zum Verlauf des Wettbewerbs,können zur Ermittelung des Siegers herangezogen werden. Das Logenthält lediglich Rufzeichen, Rapporte und Zeiten. Es sagt nichts©2011, 2012 Bavarian Contest Club
 
1-141 Betriebstechniküber die Strapazen, Störpegel, die Erschöpfung oder die Freude beijeder einzelnen Verbindung. Der Auswerter erwartet ja auch einenüchterne und exakte Aufzeichnung dessen, was an Verbindungengetätigt worden ist. Diese Aufzeichnungen sollen auf das Können desTeilnehmers schließen lassen. Die Kontrollfunktion des Auswerterskonzentriert sich auf die Aufdeckung von Fehlern. In den meistenFällen ist das auch der Fall. Die Mehrzahl der Contester beachtet dieRegeln und arbeitet schlicht nach bestem Wissen und Gewissen. Sienehmen zu ihrem eigenen Vergnügen am Contest teil, geht es dochanscheinend nur um Diplome, Trophäen oder Selbstbestätigung imWettkampf. Wie wir jedoch alle wissen geht es doch um mehr alsnur Diplome, sonst würde es den Contest als Wettkampf gar nichtgeben. Es geht um Erfolg, Ansehen, Ehre. Weil nämlich Menschenbeteiligt sind, Persönlichkeiten und Ichs. Der Wettkampf ist das Re-sultat des persönlichen Wunsches, seine Fähigkeiten unter Beweis zustellen, sich mit anderen zu messen und besser zu sein. Wenn nunbei der Austragung dieses Wettkampfes nie jemand dabei ist, der dieAktionen bewertet, wenn man immer alleine ist, kommt dann nichtdie Versuchung, sich durch kleine Schwindeleien einen Vorteil zuverschaffen?Die Regeln der Conteste sind sehr kurz gehalten und lassen sichdeshalb in vielfältiger Weise interpretieren. Das kommt noch zu deroben genannten Versuchung hinzu. Dies alles erfordert von jedemTeilnehmer, seine eigene ethische Grenze zu setzen. Und persönlicheethische Entscheidungen gibt es so viele wie es Persönlichkeiten gibt.Wie viel Leistung ist zuviel Leistung? Merkt es überhaupt einer, wennich in der QRP Klasse 100 W fahre? Wie steht das mit den Pausen-oder Verweilzeiten bei »welcher« Uhrzeiteintragung? Kümmert sichüberhaupt jemand darum, wenn jemand die Bestimmungen seinerLizenzklasse nicht einhält? Kann man einfach den letzten fehlen-den Buchstaben im Call dazu »erfinden«? Kann man das Pile-upnicht einfach überspringen und die Station doch ins Log eintragen?Kann man die Calls seiner Freunde loggen, denn die hätte man mitSicherheit gearbeitet, wenn sie nur da gewesen wären?Jeder der sich ernsthaft mit Contesten beschäftigt, wird auf diese Fra-gen stoßen und sich mit ihnen auseinandersetzen müssen. Aber mehrals nur davon betroffen zu sein, müssen wir aktiv das Setzen undEinhalten von sauberen Normen fördern und betreiben. Das höchsteGut eines Contesters in den Augen der Contest-Gemeinde ist seineIntegrität, seine Charakterstärke. Nicht zuletzt gehört dazu, auchhttp://www.bavarian-contest-club.de/handbuch
1.1 Einführung1-15verlieren zu können. Nicht derjenige ist ein guter Contester, der amschnellsten ein Pile-up bewältigen kann, sondern derjenige, der dieRufzeichen und Kontrollnummern dabei auch richtig aufgenommenhat.Mit den heutigen Möglichkeiten der elektronischen Contestauswertung ist es einLeichtes, die Contestauswertung und Überprüfung maschinell zu betreiben. Mitder Vielzahl der Logeinsendungen und bei entsprechender Auswertung lassensich vielerlei statistische Werte ermitteln. Zum Beispiel die durchschnittliche Pro-zentzahl der »Unique Calls«, nämlich Rufzeichen, die in der Gesamtheit der Logseines Contestes nur einmal vorkommen. Langjährige Erfahrungen mit solchen»Normalwerten« liegen in den USA bereits vor. Diese Zahlen haben sich weiterstabilisiert und können jedes »kreative« Log entlarven. Selbst die in der Non-As-sisted Klasse unzulässige Nutzung von DX-Clustern oder ähnlichen Hilfsmittelnkann einer modernen rechnergestützten Auswertung nicht entgehen.Dabei soll es in erster Linie nicht darum gehen, jemanden wegen seiner Fehlerbloßzustellen oder abzustrafen. Einige Contestauswerter machen die Loganaly-sen (Uniques, Hörfehler, Broken Calls, usw.) dem Teilnehmer zugänglich. Diesererhält dadurch die Möglichkeit, seine Schwächen zu erkennen und an Verbesse-rungen seines Betriebs zu arbeiten. Die Qualität der Conteste steigt dadurch anund die vergebenen Strafpunkte sind eine wirkungsvolle Stimulation, die eigeneBetriebstechnik zu verbessern.Oft trifft man auf die Meinung: Was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt.Oder: was man nicht kontrollieren kann, braucht man erst gar nicht verbieten.Ich denke, dies ist der falsche Ansatz. Die Moral, der Anstand, die Fairnessund letztendlich der Respekt bleiben auf längere Sicht auf der Strecke. DennMoral, Anstand und Fairness lassen sich nicht in Regeln formulieren. Das istmehr eine Frage der Erziehung und der persönlichen Integrität. Zur Kontrolleder Regeleinhaltung braucht man keine Polizei oder Kontrolleure. »Peer Pres-sure« oder Gruppenzwang durch die Contest-Gemeinde können ebenfalls sehrwirkungsvoll sein.Und nicht zuletzt: Der Contest lebt von der Beteiligung vieler, er muss alsoviele ansprechen. Wenn die Regeln zu lang und zu kompliziert werden, dannwird der Contest uninteressant.Niemand wird Erfolge schätzen, die aufgrund eines unfairen Wettbewerbs-vorteils erschlichen wurden! Man kann sich nicht Anerkennung und Ansehenmit der Preisgabe seiner ethischen Grundsätze erkaufen. Diejenigen sind zu be-wundern, die treu zu dem Ehrenkodex des Contests stehen und ihre Freude amContest aus der eigenen erbrachten Leistung beziehen. Deren Freundschaft su-chen wir, mit ihnen wollen wir unsere Platzierung vergleichen und Erfahrungenaustauschen


=Betriebstechnik für Einsteiger=
=Betriebstechnik für Einsteiger=

Version vom 2. April 2021, 09:27 Uhr

Grundlagen

(aus dem BCC-Handbuch, unbedingt überarbeiten und ausdünnen)

Im Contest geht es darum, so viele QSOs in einer vorgegeben Zeit wie möglich zu machen. Das heißt, die QSOs müssen so kurz wie möglich sein. Jede überflüssige Information verringert das Ergebnispotential, aber auch jede nicht gegebene Information, etwa wenn die Station, die auf der Frequenz weiterarbeitet, aus vermeintlicher Zeitersparnis ihr Rufzeichen nicht nennt und lediglich mit einem TU oder »dit dit« das QSO beendet. Dadurch werden Dupes oder Nachfragen provoziert. Im Zweifelsfall wird man die Station nämlich arbeiten. Dupes zuloggen ist kein Problem, sie werden halt einfach nicht gewertet. Aber sie kosten Zeit – für beide Stationen. Deshalb macht es auch absolut keinen Sinn, mit einer anderen Station über Dupe oder nicht Dupe zu diskutieren. Entweder das QSO war vorher von einer der beiden Stationen nicht richtig geloggt dann macht es Sinn, das QSO erneut zu loggen. Wenn es tatsächlich schon korrekt geloggt war, dann hat erneutes Loggen keine Auswirkung auf das Ergebnis. Die Diskussion hätte wegen der Zeitverschwendung diese Auswirkung schon. Das QSO muss korrekt geloggt sein. Durch die UBN-Auswertung haben sich schon manche Verschiebungen der Platzierung ergeben. Es kommt darauf an, ein geschultes und geübtes Gehör zu haben aber auch ohne zu »Schmieren« morsen und sprechen zu können. In vielen Contesten ist Cluster-Betrieb erlaubt. Den Meldungen kann man aber nicht vorbehaltlos vertrauen. Die Gefahr ist einfach zu groß, einen Hör- oder Schreibfehler eines anderen zu übernehmen und das passiert öfter als man sich auf den ersten Blick vorstellen kann. Die Station muss auf den bevorstehenden Contest eingerichtet sein. Die Möglichkeiten sind dabei natürlich oft arg begrenzt. Aber dann kann man sich zum »Gewinnen-wollen« auf solche Conteste konzentrieren, zu denen die Station passt. Für lokale bzw. Europa-Conteste braucht man nicht unbedingt hohe Monsterantennen. Mit einem Mehrelement 40 m-Fullsize-Beam wird man im Weihnachtscontest nicht sehr erfolgreich sein können. Niedrige Antennen haben einen steileren Abstrahlwinkel und produzieren in DL oder in EU bessere Signale als gestockte KW-Beams. Manche Conteste bieten Teilnahmeklassen für eingeschränkte Antennen an. Mit dem Transceiver muss der OP natürlich vertraut sein. Bei Multi-Op Betrieb ist das gar nicht so selbstverständlich. Zusatzgeräte wie Sprachrecorder oder automatische Antennenumschaltung können sehr hilfreiche Einrichtungen sein, sofern sie auch bediensicher sind. Ein ergonomisch eingerichteter Operator Platz beugt zu schneller Ermüdung vor, und eine gewisse Planung des Ablaufs, von den Bandöffnungen bis hin zur Planung der Schlafperioden sind für ein optimales Ergebnis unerlässlich. Eines der wichtigsten Werkzeuge ist das Logging-Programm. Der PC kann heute weit mehr als nur die Routinearbeit abnehmen, sondern dem Operator auch wertvolle Entscheidungshilfen für die Umsetzung der gewählten Strategie geben. Waren anfangs Contestprogramme nur mehr oder weniger komfortable QSO-Editoren mit eingeschlossenem Dupecheck, so sind sie heute zu regelrechten Contest-Management-Programmen geworden. Ständige Anzeigen der QSO-Rate und der Multiplikatorwertigkeit bis hin zu Bandmaps und Radio- oder Rotorsteuerung helfen dem Operator seinen Betrieb ständig zu optimieren und seine Entscheidungen den sich laufend verändernden Bedingungen anzupassen. Wie mit dem Radio muss man auch bei der Software mit den Funktionen vertraut sein, wenn man sie wirkungsvoll nutzen will. Aber gibt es da nicht genügend Conteste zum Üben? Wenn der PC die Routinearbeit abnimmt, entsteht natürlich Freiraum um die Betriebstechnik weiter zu entwickeln und zu verbessern. Single-Operator 2 Radio (SO2R) ist daraus entstanden. SO2R-Betrieb fordert ein Höchstmaß an Konzentration und technischer Ausstattung, kann aber mit zweimal Low Power den Kilowatts durchaus Paroli bieten. Die Einführung von Bandwechselbeschränkungen in manchen Contesten wird diesen Trend nicht aufhalten, sondern die Weiterentwicklung für den SO2R Betrieb auf ein und demselben Band stimulieren.

Planung und Strategie

(aus dem BCC-Handbuch, unbedingt überarbeiten und ausdünnen)

Eine gute, professionelle Planung eines Contesteinsatzes ist bestimmt kein Luxus oder Gaudi die ich mir leiste, sondern wird meine Wirksamkeit um Einiges erhöhen. Aber was soll ich denn da groß planen, wenn ich nur möglichst viele QSOs mit möglichst vielen Ländern arbeiten muss? Der Ansatz liegt bei »möglichst vielen« und den beiden Faktoren in der Gleichung: Score = QSO x Multiplikatoren. Bei 6-Band-Betrieb sind das schon 12 Faktoren. Alleine diese 12 Faktoren zu optimieren kann der Zufall nicht, höchstens die Evolution. Aber die braucht dafür Jahrmillionen. Ich muss das also selbst in die Hand nehmen. Wenn ich bei Allband-Betrieb mehr oder weniger der MUF folgen muss, um das optimale Band zu nutzen, werde ich bei Singleband-Betrieb nur der Sonne folgen müssen, um die Öffnung in die verschiedenen Gebiete der Erde maximal zu nutzen. Bei Singleband-Betrieb habe ich einen Freiheitsgrad weniger, was die Optimierung einfacher macht. Das verpflichtet mich aber dann dazu, alles auf diesem Band zu arbeiten was auftaucht. Es darf keine Entschuldigung geben, einen Multiplikator nicht gearbeitet zu haben, schon gar nicht, wenn der Konkurrent ihn hat. Es waren 48 Stunden ungeteilte Zeit und Gelegenheit. Ich muss mich auf einen Marathon einstellen. Natürlich muss ich das Band, das ich mir ausgesucht habe, gut kennen. Ich sollte Experte auf diesem Band sein. Ich muss wissen:

  • Zu welchen Zeiten sind Peaks in welche Gebiete zu erwarten?
  • Wann überhaupt ist mit Öffnungen zu rechnen?
  • Wie stark werden die Signale zu erwarten sein, die ich zu suchen habe?
  • Welche Vorzugsfrequenzen werden von welchen Ländern/Sprachgruppen verwendet?
  • Welche raren Stationen sind regelmäßig und vorzugsweise auf diesem Band, und zu welcher Zeit?
  • Welche Charaktereigenschaften hat das Band, und wie kündigen sich Wechsel in den Ausbreitungsbedingungen an?

Bei der Frage nach der Bandöffnung sind neben Erfahrung das Planungsprogramm »PP« [56] des BCC eine ausgezeichnete Hilfe. Auf der Basis dieser Zahlenwerte kann für jedes Band eine Bandöffnungskurve zu den wichtigsten Gebietenauf einem DIN A4 Blatt erstellt werden. Die Kurven der verschiedenen Funklinien, dargestellt in verschiedenen Farben, größere Signal zu Rauschabstände als Verbreiterung schraffiert, long path als negativen Kurvenlauf, ergeben ein erstklassiges Instrument, um während des Contestverlaufs einen ständigen Überblick über die augenblickliche Bandsituation zu haben. Die Kurve ist eine große Hilfe bei der Multiplikatorensuche und hilft vermeiden, dass zeitlich kurze Öffnungen z. B. nach KH6 im Getümmel einfach verschwitzt werden. Auch schon die Erstellung der Kurven kann einige Besonderheiten der Öffnungszeiten erkennen lassen, die beim einfachen Betrachten der Zahlenhaufen nicht so ohneweiteres zu sehen sind. Als Nächstes werde ich mir einen Zeitplan aufstellen. Nicht nur, um meine Pausen vorher festzulegen, sondern um mir eine ständige Kontrolle zu ermöglichen, ob ich mein gesetztes Ziel erreichen werde. Wer hat sich nicht schon nach der ersten Halbzeit gefragt: Wo liege ich denn? Ich zeichne mir eine Soll-Kurve, die mir zeigt, wie viele QSOs, Multiplikatoren und Gesamtpunkte ich zu jeder vollen Stunde haben werde. Während des Contests kann stündlich der Ist-Wert eingetragen werden. Aus dem Soll-Ist-Vergleich kann ich dann Maßnahmen ableiten. Die Vorgaben müssen natürlich wie alle Planungen realistisch sein, sonst verfehlen sie absolut ihren Zweck des Ansporns und der Regelfunktion. Bei dem Europarekord von LX7A konnte aufgrund des Soll-Ist-Vergleichs sogar ein Antennenproblem erkannt werden. Übrigens, auch 5000 m-Läufer rennen nicht einfach so schnell sie können. Sie haben auch einen Plan, wo sie zu welcher Zeit sein müssen. Wo ich die Plandaten hernehmen soll? Ich werde mich an den Vorjahresergebnissen oder an den zu schlagenden Konkurrenten orientieren und möchte besser sein; bei fallenden Sonnenflecken das Ergebnis eventuell nur halten. Ich weiß, zu welchen Zeiten welches Band läuft. Zusammen mit den Kurven der Linienvorhersagen lege ich Zeitspannen und Zeiträume zum Multiplikatorsuchen fest. Wenn ich im Verlauf des Contests feststelle, dass ich gut im Rennen liege, wird das ein ungeheurer Ansporn sein und mein Durchhaltevermögen stärken. Entferne ich mich von der Zielvorgabe, weiß ich dass meine Berechnungsgrundlagen für die QSO/Multi-Wertigkeit driften und ich kann ggf. meine Strategie korrigieren. Was ist QSO/Multi-Wertigkeit? Bei meiner Planung lege ich ein Ziel fest, z. B. knapp über dem Vorjahressieger. Damit weiß ich schon, wie viele QSOs und Multiplikatoren geboten, machbar und zu schlagen sind. Ich kann ausrechnen und abschätzen, welcher QSO-Schnitt gesamt und in verschiedenen Phasen erreicht werden kann/muss. Anhand des avisierten Zieles kann ich leicht errechnen, wieviele QSOs ein Multiplikator wert ist, und damit auch, wieviele Minuten verlorene QSO-Zeit er wert ist. Unter Berücksichtigung der Trefferwahrscheinlichkeit beim Suchen und der verschiedenen Bandbelebungsphasen kann ich jetzt errechnen, wie viele Minuten zu welchen Phasen ich in die Multi-Suche investieren kann. Formel für QSO Wertigkeit:t = Q/M * W/R Wobeit die Zeit in Minuten, Q die Zahl der QSOs, M die Zahl der Multiplikatoren, R die QSO-Rate in QSOs pro Minute und W der Zeitaufwand in Minuten pro Multiplikator ist, um einen neuen Multiplikator zu finden. Klar, dass ein gutes Contestprogramm mir diese Rechenarbeit abnimmt und ständig den aktualisierten Wert anzeigt. Ist mir dieser Mechanismus erst einmal klar, kann ich leicht bei Zielabweichungen korrigieren. Sicher werde ich damit nicht die Zahl der gearbeiteten Länder und QSOs exakt im Voraus errechnen können. Zu viele unkontrollierbaren Einflüsse und Störgrößen, nicht zuletzt auch eine Portion Glück bei der Multiplikatorsuche beeinflussen das Geschehen. Aber auf der Basis einer gut überlegten und gesunden Planung werde ich gezielt auf ein optimales Ergebniszusteuern!

Operating

(aus dem BCC-Handbuch, unbedingt überarbeiten und ausdünnen)

Eines der wesentlichsten Elemente ist, dass man seine Geräte (Radio) und seine Werkzeuge (Contestprogramm) kennt. Zunächst einmal muss man mit dem Empfänger vertraut sein. Jeden Schalter und Regler muss ich im Schlaf beherrschen. Erst wenn meine Ohren mit dem Empfänger eine Einheit bilden, kann ich auch das Letzte aus ihm herausholen. Jeder Empfänger hat sein eigenes Rauschen, seinen eigenen Charakter. Ich muss an ihn gewöhnt sein! Ich muss ihn spielen können, dann kann ich aus ihm Signale lesen, die andere kaum noch ahnen. Ich muss den VFO (oder die RIT) sofort in die richtige Richtung drehen können, wenn eine Station neben der Frequenz liegt und auch auf Anhieb die richtige Frequenz treffen, nicht erst einkreisen müssen. Ich muss Filter, Passband, Notch und alle Möglichkeiten des RX nutzen können, sinnvoll und auf Anhieb. Ohne erst ausprobieren zu müssen, muss ich wissen was passiert, wenn ich den QRMer auf die Filterflanke schiebe. Dafür reicht es bestimmt nicht aus, mal eben die Betriebsanleitung zu lesen. Man macht sich oft lustig über die vielen Tasten und Funktionen an modernen Radios und tut sie als total überflüssig ab. Der FT-1000MP ist eine echte Contestmaschine, für den Contest entwickelt. Wer kann wirklich damit umgehen? Ähnlich der Sender und die PA. Das Abstimmen muss in Sekundenschnelle geschehen. Eine Minute Abstimmversuche kann drei oder mehr QSOs kosten. Ich hab mal den WAE gegen YU3EY wegen 15 QSOs verloren! Es gab schon Unterschiede im Ergebnis zwischen 1. und 2. Platz wegen 1/2 QSO! Ein aufgeklebter Zettel hinter dem Abstimmknopf mit Markierungen der Einstellungen für jedes Band kann sehr hilfreich sein. Und ich muss wissen, auf welcher Frequenz mein Sendesignal liegt, und wie ich mein Signal in die Filterkurve der Gegenstation schieben kann. Das Zweitwichtigste ist mein Werkzeug, das Contestprogramm. Wie sind die Funktionstasten belegt? Bin ich überhaupt mit allen Funktionen vertraut? Zwar hat fast jedes Programm eine Online-Hilfe und wie wunderbar ist es dann, mitten im Contest eine neue Funktion zu entdecken. Aber die hätte man besser vorher finden und von Anfang an richtig einsetzen sollen. Auch hier hilft nur Üben, vorher Ausprobieren und wieder Üben. Auch hier helfen Sticker oder Aufkleber, mit denen man die Funktionstasten beschriften kann. Wenn man sich dann einmal an eine Belegung gewöhnt hat, sollte man die beibehalten. Nach Möglichkeit auch, wenn man mit anderen Programmen in anderen Contesten (z. B. RTTY) arbeitet. G3NOM will mich nie wieder mit einer deutschen Tastatur an HS0AC lassen. Bei der deutschen Tastatur sind gegenüber der englischen Y und Z vertauscht. Die Funktion »DEFINEKEY« hätte das Problem gelöst. Aber mein Fehler war,dass ich sie damals nicht kannte. Die Geräteanordnung auf dem Operatortisch: Wo früher das Papierlog und der Transceiver im Mittelpunkt standen, stehen heute die Tastatur und der Bildschirm. Das Radio wurde auf den zweiten Platz verdrängt. Papierloggen: Sollte noch jemand mit Papier loggen wollen, hier einige Tipps. Richtwert für die Schreibfläche: Das DIN A4 Log soll diagonal Platz haben. Rechts davon die Taste (natürlich nur für Rechtshänder), weiter rechts die QSO-Checkliste. Links neben dem Log die Multiplikatorcheckliste. Bei Allband-Betrieb auf einem Beistelltisch (links) vorbereitet Ablagekästchen für schnellen Logaustausch bei Bandwechsel. Der Empfänger/Transceiver soll leicht links der Operatorposition stehen. Die rechte Hand ist immer an der Taste bzw. am Log. Der Schreibstift (ein leichter Druckbleistift) wird nie aus der Hand gelegt. Somit müssen alle Empfängerregler mit der linken Hand bedienbar sein. Der gebenden und schreibenden Hand ist jederzeit absolute Priorität einzuräumen! Computerloggen: Im Mittelpunkt steht der Bildschirm in bequemer Augenhöhe. Auf Reflektionen von Lichtquellen (Fenster, Lampen) achten. Vor dem Bildschirm steht die Tastatur. Dort werden die meisten Operationen ausgeführt. Eine gute Tastatur ohne klemmende oder prellende Tasten ist wie bei der Morsetaste keine Fehlinvestition. Alles Papier ist bis auf einen kleinen Notizzettel verschwunden. Ein Bleistift liegt in greifbarer Nähe. Immer auf den gleichen Platz legen. Wenn er gebraucht wird, dann aber sofort ohne zu suchen. Das Radio steht rechts neben dem Bildschirm (für Rechtshänder), etwas nach vorne gezogen, sodaß die Regler bequem erreicht werden können. An der rechten Kante des Radios den CW Geber so hinstellen, daß er den Zugriff zum äußersten Regler des Radios nicht blockiert aber noch schnell erreichbar ist. Er wird nicht so oft gebraucht werden. Aber wenn doch, dann muss er da sein und nicht erst herbeigezogen werden müssen. Die Fläche vor dem Radio bleibt frei, so dass alle häufig zu bedienenden Regler mit aufliegendem Arm bequem erreichbar sind. Das ist die Voraussetzung für einen ermüdungsfreien Dauerbetrieb. Die Regler sollen zur Tischplatte hin aber auch genügend Freiraum haben, so dass man –ohne die Fingerknöchel abzuschaben – daran drehen kann. Das Rotorsteuergerät soll links stehen. Das Drehen der Antenne dauert manchmal recht lange und Rechtshänder können sich so in dieser Zeit die rechte Hand für kompliziertere Bewegungen wie Bandwechsel oder loggen frei halten. Wird eine Speichertaste verwendet, diese ebenfalls links hinstellen, dann kann während der Sendung bequem die Geschwindigkeit variiert werden. Rechts stehen dann Geräte, die einen komplizierteren Bedienungsablauf brauchen, wie z. B. der Transceiver. Dass ich meine Taste beherrschen muss, ist wohl selbstverständlich. Rutschfester Stand und Reinigen der Kontakte sollen aber auch nicht vergessen werden. Der Kopfhörer soll leicht sein, federleicht. Diese klobigen, schweren Stereohörer schirmen zwar gut gegen Lokal-QRM ab, sind aber wahrhaftige Konditionskiller und verursachen Genickstarre (außer bei Leuten, die im regelmäßigen 12-Stunden-QRL Blechhüte tragen!). Ich spanne meinen Kopfhörer vor dem Contest über einen Globus. Das mindert den Spanndruck. Nach 48 Stunden meine ich trotzdem, die Ohrmuscheln würden bei der kleinsten Berührung abbrechen. Vorsicht: Bei leisen Signalen dreht man die NF auf und vergisst, die Lautstärke wieder zurückzunehmen. Das kann auf die Dauer zu Gehörschäden führen. Ich habe mir auf diese Weise ein Frequenzloch eingebrannt. Zwar kann ich das jetzt als erstklassigen Notchfilter verwenden, es muss aber nicht unbedingt nachgeahmt werden. Mittlerweile habe ich mich auf Lautsprecherbetrieb umgestellt und höre genauso gut, vorausgesetzt, der Lautsprecher steht links. Lautsprecher-betrieb bietet eine weitere, kaum bekannte Möglichkeit: Durch leichtes Hin- und Herdrehen des Kopfes kann die unterschiedliche Phasenlage verschiedener NF-Frequenzen beim Auftreffen auf die Ohren dazu benutzt werden, unerwünschte Signale auszublenden. Für den SSB-Betrieb ist bei Computerloggen unbedingt eine Kopfhörer-Mikrofon-Garnitur und ein Fußschalter notwendig. Es müssen beide Hände frei bleiben, sodass auch beim Sprechen geloggt werden kann. Bei VOX Betrieb könnte gerade im entscheidenden Moment durch ein Störgeräusch der Sender anspringen. Nicht zuletzt ist eine bequeme Sitzgelegenheit und genügend Beinfreiheit fürstundenlanges Ausharren äußerst wichtig! Entspannte Haltung. Bei meinem Weltrekordversuch 1987 bei EA8ID musste mir meine XYL bei Halbzeit eine Stunde die Schultern massieren und mit so einem scheußlich kaltem Krampflösespray behandeln. Das mit »still 27 hours to go!« und noch ach so fern vom Ziel. Noch einige Bemerkungen zu Antennen: Viele Elemente bringen zwar einen schönen Gewinn, aber auf Kosten des Öffnungswinkels. Wer hat noch nicht davon geträumt, für den Contest einen Rundstrahler mit 20 dB Gewinn zu haben? Leider gibt’s den nicht. Es kommt hier ganz auf den einzelnen Contest an, welche Antennenkonfiguration besser ist. Im ARRL braucht man als Europäer nur eine Antennenrichtung, genau wie eine außereuropäische Station im WAE die Antenne nicht zu drehen braucht, und nichts spricht gegen 6 und mehr Elemente. Müssen aber Multiplikatoren aus allen Richtungen geloggt werden (und Europa liegt nun mal im Mittelpunkt der Contestwelt), würde ich gestockte Systeme einer Antenne mit vielen Elementen vorziehen. Einige Elemente mehr können eine bescheidene Lage nicht ausgleichen! Ein größerer Öffnungswinkel der Antenne allerdings kann mir zu mehr Multiplikatoren verhelfen. Eine andere oft praktizierte Lösung großer Conteststationen ist eine separate Multiplikator-Antenne. Der Rotoranschlag bei 360° oder 180° ist nicht unbedingt vorteilhaft. 180° ist sogar äußerst ungünstig für Europa. Von Ost- nach West-Afrika braucht einüblicher Rotor fast eine Minute Drehzeit! Wenn das Band nach Afrika offen ist, dann ist es nach Ost- und nach West-Afrika offen. Für 360° Rotoren hat sich der Anschlag bei 20° bewährt. Dort liegt ungefähr die Grenze zwischen Long und Short Path in den Pazifik, und ein Umschwenken dauert so nur 180°! Allerdings sollte man sich die korrigierten Gradzahlen auf die Großkreiskarte schreiben.Denn nach 12 Stunden kann man diese 20° rechnerisch nicht mehr beherrschen. Die ganze Kraft soll sich auf den Betrieb konzentrieren und nicht auf Kopfrechnen. Noch besser ist natürlich ein Rotor mit einem Drehbereich von beispielsweise 450°. Aber auch dann schreibt man vielleicht besser die Gradzahlen über 360° noch mal hin.

CQ-Rufen

(aus dem BCC-Handbuch, unbedingt überarbeiten und ausdünnen)

Es gibt zwei prinzipielle Möglichkeiten des Contestverkehrs: 1. Calling (CQ rufen) 2. Search & Pounce (S&P, Stationen selber suchen) Die erste Variante, Calling, wird mir bei gutem Signal, guter Betriebsweise und halbwegs attraktivem Rufzeichen eine höhere QSO-Rate (1 bis 6 QSOs/Minute) einbringen als S&P. Es ist recht bequem, Serien zu fahren und macht sehr viel Spaß ein Pile-up zu bewältigen, begehrt zu sein. Stundenlanges Pile-up gut zu bewältigen wird mir aber nicht unbedingt den Sieg einbringen. Es werden Multiplikatoren fehlen. Was tun? Ein großer Teil der Multiplikatoren, die sogenannten Standards, aber auchsehr rare Stationen werden mich im Pile-up anrufen. Ich muss sie aber auch hören! Allzu oft werden die Exoten von den Big Guns zugedeckt, denn als Exote braucht man nicht diesen Materialaufwand zu betreiben. Ihr großer Nachteil ist außerdem, dass sie aus einer anderen Antennenrichtung kommen. Wie oft konnte ich schon beobachten, wie ein »seltener Vogel« versucht hat, ein Pile-up zu knacken. Ohne Chance, wenn die Antenne des »CQers« zu weit ab steht, oder dessen Antennenöffnungswinkel zu schmal ist. Man kann, nein man muss dem entgegen wirken. Man achte bewusst auf schwache Stationen und auf Prefixe. Die meisten Länder haben jetzt glücklicherweise für Gastlizenzen den Landespräfix vor das Heimatrufzeichen gestellt. Ein Bruchstrich erweckt immer Aufmerksamkeit und verheißt etwas Besonderes. Nur wird leider unsinnigerweise (und bei uns als Verstoß gegen die VO Funk) von manchen Stationen ein »/QRP« an das Rufzeichen angehängt. Leider bringt es keinerlei Vorteil darauf hinzuweisen, dass man leise sein möchte, aber es ist Verschwendung wertvoller Zeit. Wenn ich die Station höre, werde ich sie arbeiten, auch wenn sie leise ist. Wenn es extra Punkte für QRP-Stationen gibt, dann geht das aus dem Contest-Austausch hervor (z. B. bei QRP Contesten). Weiterhin kann man regelmäßig die Antenne leicht zur Seite drehen, um vielleicht einen Multiplikator herauszuhören. Zeitabstände von 30 Minuten oder mehr sind dabei bestimmt zulange. Selbst der Geduldigste wird dann schon weitergedreht haben und sich denken »lousy operator«. Hat man ein großes Pile-up, schadet das Wegdrehen überhaupt nicht. Es kann vielmehr helfen, das Pile-up zu reduzieren, was die QSO-Rate wieder erhöht, denn bei großen Pile-ups muss öfter ein Rufzeichen nachgefragt werden. Als Nächstes sollte ich gelegentlich, nämlich nach meinem Fahrplan, Multiplikatoren »locken«, d. h. die Antenne auf das jeweilige Zielgebiet richten und dann mit verminderter Tastgeschwindigkeit bzw. in der jeweiligen Landessprache rufen. Die Zielgruppe, die ich jetzt anlocken will, wird kaum das CW bis zur Perfektion beherrschen. Der OM, den ich suche, hat einfach nur Spaß daran und wird übers Band drehen, um etwas Interessantes zu finden, wird also nicht in den Contest einsteigen. Ihm muss ich mich anbieten, es ihm leicht machen mich anzurufen. Ich muss ihn zu einem Anruf »verführen«!

Search & Pounce

(aus dem BCC-Handbuch, unbedingt überarbeiten und ausdünnen)

Zur Betriebsart S&P sollte man spätestens dann übergehen, wenn die QSO-Rate unter einen bestimmten Schnitt fällt, der je nach Contest, Band und Tageszeit verschieden ist. Bei ausreichendem Angebot an Stationen kann ich auch mit S&P einen Schnitt von 1 bis 2 QSO/Minuteoder sogar mehr erreichen. Jetzt wird sich der Dupe-Check des Contestprogramms als ungeheuer wertvoll erweisen, ja sogar notwendig sein. Und jetzt kann ich meinen zweiten VFO voll zur Wirkung bringen. Ich sollte nämlich nicht unötig auf einer Frequenz warten, bis ein QSO endlich abgeschlossen ist, sondern augenblicklich mit dem zweiten VFO weitersuchen. Mit etwas Geschick und Übung geht das sehr flott, die QSO-Rate kann wieder steigen. Viele Stationen arbeiten in einem Rhythmus und ich kann mich dann leicht einfühlen, wann das QSO zu Ende sein wird. Es hat mir schon mal den Vorwurf eingebracht, ich würde mit zwei Sendern gleichzeitig arbeiten, weil mein Signal am oberen, das andere am unteren Bandende war. Für den Beobachter war nicht auszumachen, daß die Sendungen abwechselnd erfolgten. Man kann sogar während eines QSOs, wenn der Partner nicht zuden allerschnellsten gehört, schon den nächsten anrufen, sozusagen zwei QSOs gleichzeitig fahren, obwohl man nur einen Sender hat. Sehr hilfreich ist bei dieser Technik die Funktion »BandMap« eines Contestprogramms mit Radiosteuerung. Jede Station wird mir mit der Frequenz angezeigt, auf der sie zuletzt gearbeitet hat und ob ich sie bereits geloggt habe. Gefüllt wird die Bandmap mit Stationen, die ich gearbeitet habe, mit Stationen, die ich ohne sie zu loggen eingegeben habe (z. B. <CTRL>-<Enter> bei Wintest), oder die im Packet-Cluster gemeldet waren (nur bei Assisted oder Multi-OP möglich). Ich muss dann nicht immer warten, bis die Gegenstation endlich ihr Rufzeichen gibt, sondern kann gleich entscheiden, ob es die Station in der Bandmap sein könnte. Die Einträge in der Bandmap werden nach einer bestimmten Zeit gelöscht, weil sie bald veralten. Dass diese Betriebsart sehr kräftezehrend ist, wird man mir wohl glauben. Sie kann aber auch sehr wirkungsvoll sein. Denn bei S&P werden die meisten Multiplikatoren gefunden. Nämlich diejenigen, die nur kurzfristig da sind, die nur Punkte vergeben möchten und dabei den bequemeren Weg des »Callers« vorziehen. So mühsam das S&P auch sein mag, es ist bitter notwendig. Man darf sich durch Pile-ups und lange Serien auf keinen Fall in einen Contest-Rausch hineintreiben lassen und das S&P vergessen. Deshalb den Fahrplan aufstellen und sich notfalls zwingen, eine Serie abzubrechen. Übrigens, man kann auch als »Caller« mit dem Zweit-VFO nebenbei Stationen suchen, falls nicht gerade ein Pile-up zu bewältigen ist! Sogar auf einem anderen Band, wenn man eine Multiband Antenne oder eine automatische Antennenumschaltung hat. Besonders in der Low-Power Klasse wird das S&P die Hauptbetriebsart sein. Bei der immer dichter werdenden Belegung der Bänder ist es schwer, eine Frequenz längere Zeit zu halten. Die Rate wird aber sinken, wenn das Band einmal abgegrast ist. Hier hilft es, oft das Band zu wechseln. Ich bin dann öfter auf einem frischeren Band und vor allem, ich bin ständig auf allen offenen Bändern präsent und es kann mir so kaum etwas entgehen (das Erfolgsrezept des CW Fielddays). Hier wird das revolutionäre an der modernen Computertechnik im Contest deutlich: Früher musste der Bandwechsel gedrillt werden, um auch bei Übermüdung jeden Griff in der immer wiederkehrenden Reihenfolge durchzuführen. Bei guter Übung dauerte er aber trotzdem zwischen 20 und 40 Sekunden. Heute geht der Bandwechsel mit einem einzigen Druck auf die Band-Taste des Transceivers: der 100 W Transceiver braucht keine Senderabstimmung, die Endstufe stimmt wie der Antennentuner automatisch ab, das Contestprogramm führt bei Radiosteuerung automatisch das Band im Log nach und der Antennenschalterschaltet automatisch aufgrund der Bandinformation vom Transceiver oder vom PC auf die richtige Antenne. Der Bandwechsel dauert nicht mal eine Sekunde. Bei 200 Bandwechseln in einem 48 Stunden Contest (ca. alle halbe Stunde) sind das ca. 6000 Sekunden oder 100 Minuten gewonnene Zeit, bei einer Rate von 2QSOs/Minute sind das beachtliche 200 zusätzliche QSOs. Bei einer Summe von 500 Multiplikatoren in diesem Contest können 17 mehr Multiplikatoren erwartet werden. Wen wundert’s also, dass die Scores immer weiter steigen. Das zeigt aber auch, es muss nicht immer eine größere Endstufe ran, um das Ergebnis zu verbessern. Entscheidend ist und bleibt die Betriebstechnik. Die Computerunterstützung setzt immer mehr Zeit- und Kraftreserven bei dem Operator frei, die sinnvoll genutzt zu immer höheren Scores führen. Diese Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen und wird uns auch in der Zukunft noch einiges bescheren.

Erfolgreicher SSB-Betrieb

Erfolgreicher CW-Betrieb

Erfolgreicher RTTY-Betrieb

Single-Operator-Betrieb

Low Power

High Power

SO2R

2BSIQ

Multi-Operator-Betrieb

Multi Single

Multi Two

Multi Multi

Assisted oder Non-Assisted

Logistik und Ergonomie

(aus dem BCC-Handbuch, unbedingt überarbeiten und ausdünnen)

Unter Logistik verstehen wir die Bereitstellung allen Materials, welches einen reibungslosen Contestbetrieb ermöglicht. Das beschränkt sich nicht auf die Geräte, es beinhaltet auch die Verpflegung mit leichter, vorbereiteter Kost und Getränken. Die hier aufgeführten Punkte sind keineswegs vollständig und sollen nur ein Anreiz zum Nachdenken sein! Fangen wir bei dem Operator an. Dessen Hauptfeind ist die Müdigkeit. Deshalb muss alles nur Denkbare getan werden, um einer zu schnellen Ermüdung vorzubeugen. Leider kann man nicht »vorschlafen«. Das Mindeste aber ist, dass man ausgeschlafen ist und keine durchzechte Nacht hinter sich hat. Die Betriebsumgebung muss so angenehm wie möglich sein. Keine Einladung zum Nickerchen, aber ich muss locker und bequem sitzen können und genügend Bewegungsfreiheit haben. Alle Bedienelemente müssen in gut erreichbarer Nähe sein. Die Stunde wird kommen, wo ich zu müde bin, um schon wieder mit dem Zweit-VFO suchen zu wollen, oder wo das Heben der Hand, um eine Taste ander Elektronik zu betätigen, eine schiere Überwindung kostet. Dieser Zeitpunk tmuss so weit wie möglich hinausgezögert werden. Für gute Belüftung sorgen, nicht der Geräte wegen. Sauerstoff hilft gegen Abschlaffen. Bei Sauerstoffmangel droht schleichende Müdigkeit. Wenn der Sekundenschlaf beim CQ einsetzen sollte, einmal aufstehen und im Stehen weiterfunken. Leichte Kost! Öfter und weniger essen. Keinen Druck auf den Magen kommen lassen. Langsam auch bei Getränken. Die müssen ja wieder raus und wie gesagt, eine Minute kann 3 oder mehr QSOs kosten. Die Happen rechtzeitig vorbereiten oder vorbereiten lassen. Keine Zeit mit Butterbrotschmieren verplempern. Vorsicht mit Bohnenkaffee! Zwar macht der im Augenblick recht munter und hält die Augen eine zeitlang offen, jedoch kann ich mich damit nicht zwei Tage auf den Beinen halten! Nämlich mit voller Konzentration und mit äußerster Anspannung, ohne ein »Umkippen« des Körpers befürchten zu müssen. Der Kipppunkt wird je nach Kondition irgendwann am Sonntag Mittag sein. Coca-Cola ist so gut wie Gift. Der Zucker macht durstig und setzt einen zeitraubenden Kreislauf in Gang. Traubenzucker oder Schokolade kann dagegen verbrauchte Energie sofort zurückbringen. Eine Leselampe erweist sich als sehr wirkungsvoll im Kampf gegen die Müdigkeit. Helles weiches Glühlampenlicht, Beleuchtungsstärke ca. 500 lx – keine Leuchtstofflampe. Die Lampe so anbringen, dass sie keine Reflexionen am Computer-Monitor oder an den Geräten hervorruft! Ich sollte meine Kondition einschätzen können und wissen, wie viel Schlaf ich brauche, um voll reaktionsfähig zu bleiben, und um die erforderliche Ruhepause in eine Zeit der geringsten Bandaktivität zu legen. Diese Ruhepausen tendieren bei jungen OPs gegen Null und steigen mit zunehmendem Alter tatsächlich an. Kriterium sollte sein: Kann ich am Sonntag früh auf 15 m hunderte verschwindend schwache Japaner noch ohne Schwierigkeiten lesen? Die Schlafforschung hat ergeben, dass der Mensch zyklisch 90 Minuten Tiefschlaf und eine kurze Periode Flachschlaf durchläuft. Aus der Tiefschlafphasegerissen ist man todmüde. Während der Flachschlafphase geweckt ist man fit. Probieren Sie das mal aus: Wenn Sie morgens 30 Minuten vor der Weckerzeit von selbst aufwachen und aufstehen sind Sie fit (Sie können ja die 30 Minuten am Radio spielen), wenn Sie sich noch einmal umdrehen und in die nächste Tiefschlafphase sinken sind Sie beim Weckerrasseln todmüde. Was sehr wichtig ist: Die innere Einstellung zum Wettbewerb, der Kampfgeistund der Wille zum Sieg. Eine gewissenhafte Vorbereitung und Betriebsplanung kann die angemessene Motivation bringen. Aber auch mentales Training, geistiges Vorverarbeiten der kommenden Ereignisse sollte nicht als lächerlich abgetan werden! Oft versuche ich, schon 30 Minuten vor Contestbeginn mit allen Vorbereitungen fertig zu sein und sitze ruhig da, sammle mich, gehe die einzelnen Phasen in Gedanken durch. Fange dann langsam an, mich auf dem Band zu orientieren – wo sind die Multiplikatoren – oder ich lasse den Rest der Welt wissen: Da bin ich!

Ethik

Keine andere Sportart stellt derart hohe Ansprüche an die Ethik und Charak-terfestigkeit der Wettkampfteilnehmer wie der Contest. Dazu möchte ich einigeGedanken aufgreifen, die K5ZD in einem Leitartikel des National Contest Journal[48] der ARRL formuliert hatte:Der Contest als Gesamtleistung setzt sich zusammen aus den Gerätenwie Empfänger, Sender, Antennen und dem Können des Operators.Das Log ist eine Aufzeichnung der erbrachten Leistungen währenddes Contests. Die technische Ausrüstung, der Standort usw. beein-flussen das Ergebnis ohne Frage, wie bei anderen Sportarten solcheEinflüsse auch existieren. Aber was letztendlich den Ausschlag gibt,das ist der Operator! Wer ein Contestlog einreicht, bestätigt mit sei-ner Unterschrift – mit seinem Ehrenwort – dass er die Regeln desWettbewerbs eingehalten hat. Genau so vertraut jeder Teilnehmerdarauf, dass der andere sich an die Regeln hält. Dieses gegenseitigeVertrauen schafft die Voraussetzung dafür, dass Conteste überhauptmöglich werden.Im Contest gibt es keinen Schiedsrichter, der die Teilnehmer in allseinen Aktionen beobachtet und beurteilt, um dann einen Siegerzu ermitteln. Einzig und allein das geschriebene Log des Teilneh-mers, seine eigenen Aufzeichnungen zum Verlauf des Wettbewerbs,können zur Ermittelung des Siegers herangezogen werden. Das Logenthält lediglich Rufzeichen, Rapporte und Zeiten. Es sagt nichts©2011, 2012 Bavarian Contest Club 1-141 Betriebstechniküber die Strapazen, Störpegel, die Erschöpfung oder die Freude beijeder einzelnen Verbindung. Der Auswerter erwartet ja auch einenüchterne und exakte Aufzeichnung dessen, was an Verbindungengetätigt worden ist. Diese Aufzeichnungen sollen auf das Können desTeilnehmers schließen lassen. Die Kontrollfunktion des Auswerterskonzentriert sich auf die Aufdeckung von Fehlern. In den meistenFällen ist das auch der Fall. Die Mehrzahl der Contester beachtet dieRegeln und arbeitet schlicht nach bestem Wissen und Gewissen. Sienehmen zu ihrem eigenen Vergnügen am Contest teil, geht es dochanscheinend nur um Diplome, Trophäen oder Selbstbestätigung imWettkampf. Wie wir jedoch alle wissen geht es doch um mehr alsnur Diplome, sonst würde es den Contest als Wettkampf gar nichtgeben. Es geht um Erfolg, Ansehen, Ehre. Weil nämlich Menschenbeteiligt sind, Persönlichkeiten und Ichs. Der Wettkampf ist das Re-sultat des persönlichen Wunsches, seine Fähigkeiten unter Beweis zustellen, sich mit anderen zu messen und besser zu sein. Wenn nunbei der Austragung dieses Wettkampfes nie jemand dabei ist, der dieAktionen bewertet, wenn man immer alleine ist, kommt dann nichtdie Versuchung, sich durch kleine Schwindeleien einen Vorteil zuverschaffen?Die Regeln der Conteste sind sehr kurz gehalten und lassen sichdeshalb in vielfältiger Weise interpretieren. Das kommt noch zu deroben genannten Versuchung hinzu. Dies alles erfordert von jedemTeilnehmer, seine eigene ethische Grenze zu setzen. Und persönlicheethische Entscheidungen gibt es so viele wie es Persönlichkeiten gibt.Wie viel Leistung ist zuviel Leistung? Merkt es überhaupt einer, wennich in der QRP Klasse 100 W fahre? Wie steht das mit den Pausen-oder Verweilzeiten bei »welcher« Uhrzeiteintragung? Kümmert sichüberhaupt jemand darum, wenn jemand die Bestimmungen seinerLizenzklasse nicht einhält? Kann man einfach den letzten fehlen-den Buchstaben im Call dazu »erfinden«? Kann man das Pile-upnicht einfach überspringen und die Station doch ins Log eintragen?Kann man die Calls seiner Freunde loggen, denn die hätte man mitSicherheit gearbeitet, wenn sie nur da gewesen wären?Jeder der sich ernsthaft mit Contesten beschäftigt, wird auf diese Fra-gen stoßen und sich mit ihnen auseinandersetzen müssen. Aber mehrals nur davon betroffen zu sein, müssen wir aktiv das Setzen undEinhalten von sauberen Normen fördern und betreiben. Das höchsteGut eines Contesters in den Augen der Contest-Gemeinde ist seineIntegrität, seine Charakterstärke. Nicht zuletzt gehört dazu, auchhttp://www.bavarian-contest-club.de/handbuch 1.1 Einführung1-15verlieren zu können. Nicht derjenige ist ein guter Contester, der amschnellsten ein Pile-up bewältigen kann, sondern derjenige, der dieRufzeichen und Kontrollnummern dabei auch richtig aufgenommenhat.Mit den heutigen Möglichkeiten der elektronischen Contestauswertung ist es einLeichtes, die Contestauswertung und Überprüfung maschinell zu betreiben. Mitder Vielzahl der Logeinsendungen und bei entsprechender Auswertung lassensich vielerlei statistische Werte ermitteln. Zum Beispiel die durchschnittliche Pro-zentzahl der »Unique Calls«, nämlich Rufzeichen, die in der Gesamtheit der Logseines Contestes nur einmal vorkommen. Langjährige Erfahrungen mit solchen»Normalwerten« liegen in den USA bereits vor. Diese Zahlen haben sich weiterstabilisiert und können jedes »kreative« Log entlarven. Selbst die in der Non-As-sisted Klasse unzulässige Nutzung von DX-Clustern oder ähnlichen Hilfsmittelnkann einer modernen rechnergestützten Auswertung nicht entgehen.Dabei soll es in erster Linie nicht darum gehen, jemanden wegen seiner Fehlerbloßzustellen oder abzustrafen. Einige Contestauswerter machen die Loganaly-sen (Uniques, Hörfehler, Broken Calls, usw.) dem Teilnehmer zugänglich. Diesererhält dadurch die Möglichkeit, seine Schwächen zu erkennen und an Verbesse-rungen seines Betriebs zu arbeiten. Die Qualität der Conteste steigt dadurch anund die vergebenen Strafpunkte sind eine wirkungsvolle Stimulation, die eigeneBetriebstechnik zu verbessern.Oft trifft man auf die Meinung: Was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt.Oder: was man nicht kontrollieren kann, braucht man erst gar nicht verbieten.Ich denke, dies ist der falsche Ansatz. Die Moral, der Anstand, die Fairnessund letztendlich der Respekt bleiben auf längere Sicht auf der Strecke. DennMoral, Anstand und Fairness lassen sich nicht in Regeln formulieren. Das istmehr eine Frage der Erziehung und der persönlichen Integrität. Zur Kontrolleder Regeleinhaltung braucht man keine Polizei oder Kontrolleure. »Peer Pres-sure« oder Gruppenzwang durch die Contest-Gemeinde können ebenfalls sehrwirkungsvoll sein.Und nicht zuletzt: Der Contest lebt von der Beteiligung vieler, er muss alsoviele ansprechen. Wenn die Regeln zu lang und zu kompliziert werden, dannwird der Contest uninteressant.Niemand wird Erfolge schätzen, die aufgrund eines unfairen Wettbewerbs-vorteils erschlichen wurden! Man kann sich nicht Anerkennung und Ansehenmit der Preisgabe seiner ethischen Grundsätze erkaufen. Diejenigen sind zu be-wundern, die treu zu dem Ehrenkodex des Contests stehen und ihre Freude amContest aus der eigenen erbrachten Leistung beziehen. Deren Freundschaft su-chen wir, mit ihnen wollen wir unsere Platzierung vergleichen und Erfahrungenaustauschen

Betriebstechnik für Einsteiger

Muss ich CW können, um erfolgreich zu sein?

Nein, aber es hilft in vielen Contesten. Natürlich benötigt man für SSB-Conteste oder für die Teilnahme in einer SSB-Klasse keine CW-Kenntnisse. In einigen Contesten ist es möglich, nur mit SSB-QSOs eine Mixed-Mode-Klasse zu gewinnnen, z.B. im DARC-Weihnachtscontest. Aber oft kann man in CW zusätzliche Multiplikatoren erreichen. CW ist sehr nützlich. Gerade bei einem nicht ganz so gewaltigen Signal erlaubt CW Verbindungen, die in SSB kaum oder gar nicht möglich wären - vor allem auf UKW und den unteren KW-Bändern.

Wie gut muss ich CW können, um an einem CW-Contest teilzunehmen?

Durch das einfache QSO-Schema und die häufigen Wiederholungen ist CW im Contest relativ ungefährlich. Wichtig ist, dass man das eigene Call erkennt, wenn die angerufene Station einen verstanden hat. Oft ist die CW-Geschwindigkeit mit 25 bis 35 WpM (5er Gruppen pro Minute) recht hoch. Meist kann man aber jedes Rufzeichen nach einigen Versuchen zusammenbekommen. Das übt und man wird schnell besser. Der Lohn sind meist wertvolle Multiplikatoren, die das Ergebnis sofort sichtbar erhöhen. In einigen Contesten ist die Kontrollnummer bei jedem QSO gleich. Schwieriger ist es bei laufenden Nummern. Hier kann man aber auch bei den vorangegengen QSOs mitzählen oder nachfragen.

CW im Contest ist in jedem Fall einfacher als ein Standard- oder Schwatz-QSO in CW.

Etwas stressfreier als auf den Bändern lässt sich "Contest-CW" mit der Freeware "MorseRunner" trainieren. Dabei ist man ein CQ-Rufer, der es in absolut naturgetreuer Geräuschkulisse mit QRN, QSB und QRM mit einem einstellbar großen oder kleinen Andrang von Anrufern aller Art zu tun bekommt. Auch die CW-Geschwindigkeit kann man nach seinen eigenen Fähigkeiten einstellen - ebenso wie bei dem Programm RufzXP, das pro Durchgang 50 Rufzeichen sendet. Nach richtig erkannten Calls wird die Geschwindigkeit höher, bei Fehlern wieder niedriger, so dass man meistens im Grenzbereich seines aktuellen CW-Könnens trainiert.

Warum tauschen Contester nur Rapport und eine andere Nummer aus und nicht Name und QTH?

Das Ziel ist es, möglichst viele QSOs in einer möglichst kurzen Zeit zustande zu bringen. Das QSO ist der Beweis, dass man miteinander über Funk Informationen austauschen konnte. Aus diesem Grund werden alle aus dieser Sicht überflüssigen Informationen weggelassen. Du solltest die Contestausschreibungen lesen, um zu erfahren, welche Informationen ausgetauscht werden müssen.

Warum ist der Rapport im Contest immer "5NN"?

Auch wenn die Regeln normalerweise den Austausch eines Signal-Rapports enthalten, interessiert es fast niemanden, wie der der wirkliche Rapport ist. Hinzu kommt, dass speziell im CW-Contest die automatische Regelung von vielen abgeschaltet und dafür Handregelung genutzt wird, dann zeigt das S-Meter ohnehin nichts an. Oder auf den Lowbands werden spezielle Antennen genutzt, wie Beverages oder kleine Loops, die bis zu 20 dB geringere Pegel liefern, so dass S-Meter-Rapporte völlig unzutreffend wären. Um den Betrieb zu vereinfachen und zu beschleunigen, sende einfach „59“ oder „5NN“, auch wenn das Signal sehr schwach ist. In CW wird oft nicht 599 sondern 5NN gesendet. Der Buchstabe N ist der Kurzcode für 9 und deutlich schneller gesendet als 9 (Cut Numbers).

Was sind "Cut Numbers"?

Im Morsealphabet bestehen alle Ziffern aus fünf Strichen oder Punkten. Zahlen zu senden verbraucht dadurch recht viel Zeit. Wenn man genau eine Zahl erwartet, kann man auch die abgekürzten Zifferncodes senden und so viel Zeit sparen.

Number Normal Morse     Cut Number        Equivalent character 
0 dah-dah-dah-dah-dah   dah               T 
1 di-dah-dah-dah-dah    di-dah            A 
2 di-di-dah-dah-dah     di-di-dah         U 
3 di-di-di-dah-dah      di-di-di-dah      V 
4 di-di-di-di-dah       di-di-di-di-dah   4 
5 di-di-di-di-dit       dit               E 
6 dah-di-di-di-dit      dah-di-di-di-dit  6 
7 dah-dah-dit-dit-dit   dah-dah-dit       G 
8 dah-dah-dah-di-dit    dah-di-dit        D 
9 dah-dah-dah-dah-dit   dah-dit           N 

Die abgekürzten Ziffern ersetzen Folgen von Strichen durch einen Strich (außer bei der 5).

Meist werden jedoch nur die Ziffern 9 und 0 abgekürzt. In Contesten wie z.B. dem WPX, bei dem der Austausch aus RST + NR besteht, hat es sich eingebürgert, die 599 als 5nn zu geben; die laufende Nummer wird hierbei 3-stellig gegeben, mit führenden Nullen und diese werden wiederum als T abgekürzt. Aus 599 020 wird also oft "5nn t20".

Was bedeutet es, wenn eine Station im CW-Contest "TEST DL6MHW" oder "DL6MHW TEST" sendet?

Das ist ein kurzer CQ-Ruf, der Anrufer möchte von anderen Stationen angerufen werden. TEST ist die Abkürzung für CONTEST. Ein vollständiger Anruf wäre "CQ CONTEST DE DL6MHW K". Da man, um viele QSOs zu fahren, alles Überflüssige weglässt, wirst Du meist die kurze Variante des CQ-Rufs hören.

Wie soll ich auf einen solchen Anruf antworten?

Sende einfach Dein Rufzeichen. Und zwar nur ein Mal, wenn die Bedingungen gut sind. Wenn die Bedingungen schlecht sind und wenig Andrang herrscht, evtl. auch zweimal und evtl. mit "de" davor, so dass sich die CQ-rufende Station auf Dein Signal einstellen kann, ehe der erste wichtige Buchstabe kommt. Auf keinen Fall sollte man folgendermaßen antworten: "DL6MHW DL6MHW DE JA3XYZ JA3XYZ JA3XYZ K". Die CQ-rufende Station kennt ihr Rufzeichen und meist ist sie auch in der Lage, das Call der anrufenden Station sofort korrekt aufzunehmen. Bei einem solch langen Anruf würde ein guter Contester sicher einen anderen Anrufer bevorzugen, evtl. schon ein anderes QSO komplettiert haben.

Welche Art von Antwort habe ich zu erwarten und was bedeutet sie?

Dein Rufzeichen, den 59/5NN-Rapport und eine vom Contest abhängige Kontrollnummer. Hier einige Beispiele:

  • "JA3XYZ 5NN14" im CQ-WW-DX-Contest, "5NN" ist der Rapport und "14" die CQ-Zone, in der DL liegt.
  • "JA3XYZ 5NNW37" im WAG-Contest, "5NN" ist der Rapport und "W37" der DOK, den DL-Stationen im WAG verteilen.
  • "JA3XYZ 5NN211" im WAE-Contest, "5NN" ist der Rapport und "211" die aktuelle QSO-Nummer
  • "JA3XYZ 5NN211 EU128" im IOTA-Contest, "5NN" ist der Rapport und "211" die aktuelle QSO-Nummer, und „EU128“ die IOTA-Nummer der Insel Fehmarn.
  • "JA3YXZ 5NN211/JO40AB" im UKW-Contest, "5NN" ist der Raport, "211" die aktuelle QSO-Nummer und "JO40AB" der QTH-Locator.

In CW wird die Null oft durch das Morsezeichen für T ersetzt. Oft wird die führende Null weggelassen so das aus der Zone „59905“ die „5NN5“ wird oder aus der Nummer „599007“ dann „5NN7“ wird. Die Nummer wird nur einmal gesendet. Bekommst Du sie beim ersten Mal nicht mit, so kann mit „?“ oder „NR?“ nachgefragt werden.

Wie sende ich meinen Rapport?

Du sendest Deinen Rapport gefolgt von der Kontrollnummer, also der Zone, dem DOK oder der Seriennummer. Es ist nicht notwendig, das eigene Rufzeichen zu wiederholen, wenn es von der Gegenstation korrekt aufgenommen wurde – das kann zur Verwirrung führen. Wenn das Rufzeichen fehlerhaft war, solltest Du Dein Call nochmal senden, damit es die Gegenstation korrigieren kann. Das könnte so aussehen „DL6MHW DL6MHW 599W37“.

Wie geht es weiter?

Die Station bedankt sich kurz und lässt einen CQ-Ruf folgen: "TU DL6MHW TEST". Das ist das Ende des QSOs. Du brauchst Dich als Anrufer nicht weiter zu bedanken. Kommt aber kein TU (oder einfach TEST..), ist zu vermuten, dass es Rückfragen gibt. Dranbleiben und zuhören. Stattdessen kannst Du weiterdrehen und die nächste Station anrufen. Falls Du versuchst, Namen oder QTH auszutauschen, wirst Du auf wenig Gegenliebe stoßen, es sei denn, Du bist ein seltener Multiplikator, mit dem sich der CQ-Rufer gut stellen möchte.

Wie frage ich nach, wenn ich die Nummer nicht sicher verstanden habe?

"NR?" ist ausreichend, oft tut es auch ein „?“ an der richtigen Stelle. Wenn man sie dann aufgenommen hat, kann man das mit einem „TU“ signalisieren.

Was bedeutet es, wenn eine angerufene Station mit "DUP" oder "B4" antwortet?

Das bedeutet, dass die Station Dich bereits auf diesem Band oder dieser Betriebsart im Log hat. "B4" steht für "before". Wenn man der Überzeugung ist, dass man diese Station wirklich nicht im Log hat, so kann es in betriebsschwachen Zeiten helfen nach Nummer oder Uhrzeit zu fragen um den Fehler einzugrenzen. Das kann auch im Interesse der Gegenstation sein, denn das fehlende QSO wird sicher bei der Auswertung gestrichen.

Bei den grossen internationalen KW-Contesten von der CQ oder ARRL spielen gearbeitete Dupes keine Rolle. Während der Auswertung werden die doppelten QSOs automatisch ohne Punktabzug gestrichen. Es macht daher keinen Sinn, als CQ-rufende Station den Anrufer darauf aufmerksam zu machen, dass bereits ein QSO geführt wurde, da meistens daraufhin Rückfragen kommen. Das führt nur zu Verzögerungen und kostet wertvolle Betriebszeit. Läuft ein schöner Pileup, wird dadurch der QSO-Rhythmus gestört und es könnte passieren, dass eine wartende Station weiterdreht, also ein QSO verlorengeht. Also einfach das Doppel-QSO machen und weiter gehts.

Wie sieht ein komplettes Contest-QSO aus? (KW)

Hier ruft ZS1AN CQ ("running") und DK3W antwortet. Das Rufzeichen in eckigen Klammern ist das der sendenden Station. In runden Klammern sind Bemerkungen nachgestellt. Das Beispiel bezieht sich auf den CQWW Contest.

[ZS1AN] TEST ZS1AN (Abgekürzt für "CQ CONTEST DE ZS1AN") 
[DK3W]  DK3W (Nur Dein Rufzeichen)
[ZS1AN] DK3W 5NN38 (aufgenommenes Call + RST + CQ-Zone)   
[DK3W]  5NN14 ("599" und Zone "14") 
[ZS1AN] TU ZS1AN  TEST (Danke und weiter gehts) 

Folgendermaßen sieht es aus, wenn die rufende Station das Call falsch aufnimmt:

[ZS1AN] TEST ZS1AN 
[DK3W]  DK3W 
[ZS1AN] DK3A 5NN38 (Oops, ZS1AN hat das Call falsch)
[DK3W]  DK3W DK3W 5NN14 (Korrektur und Austausch)
[ZS1AN] DK3W TU ZS1AN TEST (Bestätigung, Dank und weiter)

Die anrufende Station hat den berechtigten Wunsch, das eigene Call einmal korrekt zu hören. Bei schlechten Bedingungen und leisem Signal kann die anrufende Station deshalb zur Sicherheit auch erst mal nur erneut ihr Call senden - ohne Nummer, also:

[ZS1AN] TEST ZS1AN 
[DK3W]  DK3W 
[ZS1AN] DK3A 5NN38 (Oops, ZS1AN hat das Call falsch)
[DK3W]  DK3W DK3W (nur Call, um ZS1AN auf den Fehler aufmerksam zu machen)
[ZS1AN] DK3W 5NN38 (so, diesmal richtig)
[DK3W]  5NN14 TU (Antwort und TU als Bestätigung des RST)
[ZS1AN] TU ZS1AN TEST (Bestätigung, Dank und weiter)

Folgende Regeln haben sich für die anrufende Station bewährt:

  • Sende niemals den Rapport, wenn Dein Call noch falsch ist. Das mag zwar nervig sein, aber im Pileup kann es vorkommen, dass trotz wiederholtem Call der gleiche Hörfehler auftritt. dann wäre ZS1AN der Meinung, dass er DK3A gearbeitet hat und antwortet mit TU. Nach diesem TU bricht der Ansturm erneut los und Du hast keine Chance mehr, das noch zu korrigieren. Das gilt insbesondere für RTTY.
  • sende niemals TU, solange Dir noch irgend etwas fehlt.

Wie sieht ein komplettes Contest-QSO aus? (UKW)

Auf UKW geht es wegen den geringeren QSO-Raten meist etwas langsamer zu als auf Kurzwelle. Viele nehmen sich die Zeit und begrüßen die anrufende Station noch mit GM, GA, GE und geben Rapport, laufende Nummer und Locator zweimal. Ohne große Floskeln sieht ein (CW) QSO auf UKW so aus:

[DA0RC] CQ TEST DA0RC (Abgekürzt für "CQ CONTEST DE DA0RC") 
[DP4K]  DE DP4K (DE: "aufwachen, hier kommt einer", Dein Call)
[DA0RC] DP4K 5NN38 / JO41RG K (aufgenommenes Call, RST + Nr / Locator)   
[DP4K]  R UR 5NN002 / JO41DM K (Bestätigung, RST + Nr / Locator) 
[DA0RC] TU DA0RC TEST (Danke und weiter gehts)

Was ist eine Seriennummer?

Viele Conteste velangen die Übermittlung einer Seriennummer nach dem Rapport. Dies ist sozusagen die QSO-Nummer, die man beginnend bei 1 mit jedem QSO hochzählt. Meist ist sie dreistellig mit führenden Nullen. Aber auch vierstellige Nummern sind keine Seltenheit. In CW werden oft die abgekürzten Zeichen für Ziffern benutzt ("TT1" oder sogar "TTA" für "001"). Multi-Multi-Stationen zählen die Seriennummer auf jedem Band separat. So kannst Du auf 20 m die 451 erhalten und einige Stunden später auf 160 m die 143.

Was ist "Multiplier Passing" oder „Verschicken“?

Beim "Multiplier Passing" fordert man nach dem gerade getätigten QSO die Gegenstation dazu auf, auf ein anderes Band zu wechseln, mit der Absicht ein weiteres QSO mit ihr zu machen. Der Sinn hierbei ist es, schnell einen (möglicherweise weiteren) Multiplikator arbeiten zu können. Wird man selbst gefragt, so muß man selbst entscheiden, ob man der Station den Gefallen tun will (vielleicht ist das QSO ja für einen selbst auch ein neuer Multiplikator). Andernfalls kann man den Vorschlag natürlich auch höflich ablehnen.

Die anfragende Station schlägt meist eine konkrete Frequenz vor, auf die man zu wechseln gedenkt, also z.B. "PSE QSY 14055". Bei Multi-Multi-Stationen ist das die Frequenz der anderen Bandstation – man kann dort fast sofort hereinrufen und wird schnell gehört. Auf diese Weise kann man auch über mehrere Bänder geschickt werden. Diese Methode ist am wirkungsvollsten, wenn man anrufende Stationen um QSY bittet. Wenn jemand selbst CQ ruft, ist er meist nicht geneigt, die Frequenz zu verlassen, um sie nicht zu verlieren.

Was ist "Running"?

Wenn eine Station auf einer Frequenz sitzt, dort CQ ruft und eine Station nach der anderen arbeitet, nennt man das Running-Betrieb. Auf diese Weise kann man, wenn alles stimmt, sehr viele QSOs fahren und eine hohe Rate erreichen. Man braucht ein gutes Signal oder muss „attraktiv“ sein, um von anderen Station gefunden zu werden, wobei dies vom Contest und den aktuellen Bedingungen abhängt. Wenn man CQ rufen will, hört man wie auch sonst, ob eine Frequenzlücke auch wirklich frei ist, fragt dann (SSB) oder gibt QRL? oder nur ? (CW) und legt los. Wenn dann gleich oder kurz darauf eine andere Station kommt und sagt/behauptet, schon immer hier CQ gerufen zu haben (weil sie vielleicht für das Arbeiten eines Multis "kurz" woanders war), hängt der weitere Verlauf von den Temperamenten der Beteiligten ab - also offener Kampf, wer bei gleichzeitigem CQ-Rufen mehr Antworten bekommt oder Methode "Der Klügere gibt nach". Solche gelegentlichen Konflikte gehören vor allem bei Contesten mit hoher Beteiligung genauso dazu wie Stationen, die langsam von Nachbarfrequenzen immer näher an die eigene CQ-Frequenz heranrutschen, weil sie selber QRM ausweichen. Verbissene Dispute kosten meist mehr Zeit, QSOs und Nerven als ein QSY.

Im WAG kann man in CW mit QRP Running-Betrieb machen. Im WWDX reichen auf 20 m in SSB 750 Watt und ein kleiner Beam kaum aus. Folgende Faktoren verbessern die Chance, mit Running-Betrieb Erfolg zu haben:

  • CW statt SSB: gefühlte 10 dB
  • 750 Watt statt 100 Watt: gefühlte 10 dB
  • Beam statt Dipol: gefühlte 10 dB
  • Seltener Multi sein: gefühlte 10 dB (WAG reicht schon ein W-DOK, im WWDX ist es natürlich nützlich, in der Karibik zu funken; EU-Länder mit niedriger Contestbeteiligung sind aber auch sehr gefragt, z.B. OZ)
  • YL-Stimme (in SSB): gefühlte 10 dB

Am besten funkt man also als YL mit 750 (1500) Watt und Beam aus der Karibik! (Fast) alles machbar...

Für den erfolgreichen „Running“-Betrieb muss man auch einen guten, d.h. flotten bzw. flüssigen Betriebsstil zeigen. Wenn man mit vielfachen Nachfragen und Call-Nennungen nur langsam funkt, verlieren wartende Contester schnell die Geduld. Wenn Du kein seltener Multi bist, drehen sie wahrscheinlich weiter. Der im UKW-Contest teilweise übliche Betriebstil ist vielen KW-Contestern schon zu schleppend.

Was ist "Search and Pounce"?

Search and Pounce (S&P) bedeutet, über das Band zu drehen, nach Stationen zu suchen, die CQ Contest (oder TEST) rufen und sie anzurufen (zuzuschlagen), wenn man die rufende Station benötigt. Es ist der einfachste Weg für den Einsteiger ins Contesten. Man hat die Chance, so lange zuzuhören, bis man das Call der rufenden Station sicher hat. Man ist nicht unter Druck, man kann auf diese Weise recht viele QSOs in der Stunde machen und vor allem viele Multiplikatoren sammeln. Es lohnt sich auch, nach leisen Stationen zu lauschen, denn oft sind das gerade die DX-Multiplikatoren.

Was versteht man unter "Single Operator Two Radio"-Betrieb?

Obwohl es hierfür keine eigene Teilnahmeklasse gibt, benutzen einige Contester zwei Transceiver simultan. Dies wird als "Single Operator Two Radio" oder "SO2R" bezeichnet. Typischerweise wird mit einem Transceiver im Running-Betrieb gearbeitet, während man mit dem anderen Transceiver über ein anderes Band dreht und nach Multiplikatoren sucht. Dies ist z.B. möglich, wenn der Computer an der Running-Station gerade einen CQ-Ruf morst. Der technische Aufwand ist beträchtlich. Man benötigt räumlich und HF-mäßig entkoppelte Antennen und Stationen. Die Herausforderungen an die Betriebstechnik und die Psyche des OPs sind fast noch größer. Man muss in der Lage sein, voll konzentriert zwei verschiedene Signale zu entziffern und richtig zu reagieren. Zum Anhören von SO2R hat K5ZD seinen WW-DX-Einsatz im Jahr 2005 mitgeschnitten und in 30-Minuten-Schnipseln auf seine Homepage gestellt <ref>Audio-Mitschnitte von K5ZD, CQWWDX 2005: https://k5zd.com/cq-ww-cw-2005/ in CW und https://k5zd.com/audio-2005-cq-ww-ssb/ in SSB</ref>.

Was ist ein Sprint? (Weihnachtscontest)

Ein Sprint ist ein Contest, bei dem die CQ-rufende Station der anrufenden Station nach dem QSO die Frequenz überlässt, die nun ihrerseits mit einem CQ ein neues QSO initiiert. Damit wird vermieden, dass das Band von QRO-Stationen belegt wird. Beim Sprint ist es wichtig, das Call der CQ-rufenden Station sofort zu hören, denn oft gibt es keine zweite Chance, denn eine andere Station macht das QSO und die erste Station ist dann weg. Der populärste Sprint in DL ist der Weihnachtscontest, der vom DARC veranstaltet wird.

Was ist ein "QTC"?

Im WAE-DX-Contest gibt es neben den QSO-Punkten und Multipliktoren auch die Möglichkeit, QTC-Punkte zu erwerben. Ein QTC ist eine kompakte Information über ein zuvor getätigtes QSO. Es wird von einer DX-Station an eine europäische Station gesendet. Damit wird im Contest sozusagen ein echter Nachrichteninhalt übertragen. Hörbeispiele zum Ausprobieren gibt es auf der Webseite von DL1MGB.


  • Running
  • Search & Pounce
  • Multissuchen
  • Multis schicken
  • SO2R
  • SO2V
  • Duelling CQ
  • ...